Social Media: Jugendliche wünschen sich Schutz statt Verbote

von Redaktion

Köln – Köln (epd). Forderungen nach einem Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche stoßen bei den Betroffenen auf wenig Zustimmung. In einer repräsentativen Umfrage für Unicef Deutschland unter 14- bis 16-Jährigen lehnte eine Mehrheit Verbote als nicht sinnvoll ab, wie das UN-Kinderhilfswerk am Mittwoch in Köln mitteilte. Stattdessen forderten die Teenager einen besseren Schutz auf den digitalen Plattformen, hieß es. Das Sinus-Institut befragte im Auftrag von Unicef vom 2. bis 14. April 1072 Jugendliche online. Demnach halten nur 25 Prozent ein Verbot Sozialer Medien für unter 16-Jährige für sinnvoll. Einer Altersgrenze für unter 14-Jährige stimmten dagegen 54 Prozent der befragten Jugendlichen zu. Insgesamt halten die Teenager Verbote für wenig wirksam: 88 Prozent gehen davon aus, dass Jugendliche Wege finden würden, gesetzliche Altersgrenzen zu umgehen.

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