Madrid – Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ geht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von bislang insgesamt elf Fällen aus. Neun Menschen seien positiv auf das Virus getestet worden, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in Madrid bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez. Bei zwei weiteren Fällen gehe man ebenfalls von einer Infektion aus. In dieser Zählung sind die drei Todesfälle auf dem Schiff enthalten.
Sämtliche Betroffenen seien isoliert worden und stünden unter strenger Überwachung, um das Risiko einer weiteren Übertragung zu minimieren, betonte Tedros. Er stufte die Gefahr einer größeren internationalen Ausbreitung als gering ein. Es sei aber möglich, dass weitere Fälle entdeckt werden.