Berlin – Die Bundesregierung will für den Einsatz sogenannter K.o.-Tropfen höhere Strafen. Wer sie für eine Vergewaltigung oder einen Raub einsetzt, muss laut einem Entwurf, den das Kabinett am Mittwoch beschlossen hat, künftig mit mindestens fünf Jahren Freiheitsstrafe rechnen. Dazu sollen K.o.-Tropfen rechtlich so eingestuft werden wie eine Waffe oder ein gefährliches Werkzeug. „Das ist sexuelle Gewalt in einer besonders schlimmen Form – und sie trifft vor allem Frauen“, sagte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD). Vergewaltigungen unter Einsatz von K.o.-Tropfen seien „besonders hinterhältig und gefährlich“.