Hass-Angriff auf Islam-Zentrum

von Redaktion

Teenager töten in San Diego drei Menschen

Besorgte Eltern nach dem Angriff. © Gastaldo/EPA

San Diego – Terror in der muslimischen Gemeinde von San Diego. Zwei bewaffnete Jugendliche versuchten am Montagmittag, die Schule der Islamic Center Moschee im Stadtteil Clairmont zu stürmen. Ein Augenzeuge verriet unserem Korrespondenten Christian Thiele, dass er beobachtet hatte, wie ein „Mann mit einer Waffe auf einen Sicherheitsmann am Eingang der Moschee zugelaufen ist und die beiden sich einen Schusswechsel geliefert haben“. Der Security-Mann konnte den Angriff abwehren – zahlte das allerdings mit seinem Leben. Insgesamt kamen drei Menschen im Kugelhagel der Angreifer ums Leben, die beiden Schützen wurden von einem SWAT Team wenige hundert Meter entfernt in ihrem Auto gefunden. Sie hatten Selbstmord begangen.

Das Amokläufer-Duo wurde von der Polizei als Cain Clark (17) und Caleb Vazquez (18) identifiziert. Polizeichef Scott Wahl verriet, dass die Mutter von einem der Schüler um 9.42 Uhr den Polizeinotruf gewählt und gemeldet habe, „dass ihr Sohn suizidal sei und mit einem Freund in Militär-Tarnanzügen aus ihrem Haus ausgerissen“ sei. Die Mutter habe „einen Abschiedsbrief ihres Sohnes gefunden und festgestellt, dass drei Waffen aus dem Haus verschwunden waren“. Wahl: „Die verschwundenen Waffen haben bei uns Alarm ausgelöst und wir haben bereits nach dem Sohn und dem Freund gefahndet, als der Notruf vom Islamic Center einging.“

Dass es nicht noch mehr Opfer oder gar erschossene Kinder gab, ist allein dem heldenhaften Security Guard Amin Abdullah zu verdanken. Dieser hatte laut einer Augenzeugin selbst noch zurückgeschossen, nachdem er von Kugeln getroffen wurde. Wahl: „Er trug eine schusssichere Weste, doch leider hat ihm das am Ende nicht das Leben gerettet“. Die Identität der beiden weiteren Toten haben die Behörden bislang noch nicht bekannt gegeben, nur dass es sich um Erwachsene handelt, die ebenfalls vor dem Center erschossen wurden.

Die Behörden untersuchen die Attacke als ein Verbrechen mit „Hass-Motiv“. Die Ermittler fanden „islamophobes Material“ im Wagen. CTH

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