Italienische Royals streiten um Juwelen

von Redaktion

Vittorio Emanuele di Savoia und seine Frau. © dpa

Rom – Am 2. Juni 1946 wählten die Italiener die Monarchie ab und entschieden sich für die Republik. Die Königsfamilie hat seitdem nichts mehr zu sagen. Dennoch macht sie immer wieder von sich reden. Sie streiten über einen Schmuckschatz aus Ohrringen, Halsketten, Broschen und einer mit Diamanten und Perlen besetzten Krone im Wert von hunderten Millionen Euro, über Titel und Rangfolgen einer untergegangenen Dynastie – und nun auch noch über die Rückkehr der sterblichen Überreste des letzten Königs Umberto II. in sein Heimatland. Mit Beharrlichkeit bringt sich Italiens ehemalige Königsfamilie immer wieder ins Gespräch.

Politische Bedeutung hat die frühere Königsfamilie längst nicht mehr. Vor genau 80 Jahren – am 2. Juni 1946 – schafften die Italiener in einem Referendum die Monarchie ab und entschieden sich für die Republik. Umberto II. musste nach nur gut einem Monat auf dem Thron ins Exil nach Portugal gehen. Kürzlich machte ein seit Jahren schwelender Streit um die Führung der Familie Schlagzeilen. Um den Führungsanspruch streiten zwei Vettern: Aimone di Savoia (58) und Emanuele Filiberto di Savoia (53) – sie beide sehen sich als rechtmäßiger Chef. Seit 2006 ist umstritten, wer als legitimer Nachfolger Umberto II. als Oberhaupt des Hauses Savoyen gilt. Dessen Sohn Vittorio Emanuele wurde in jenem Jahr als Oberhaupt abgesetzt. Vor wenigen Jahren verlangten die Savoyen vom Staat die Rückgabe von Familienjuwelen, die sich seit 1946 in den Tresoren der Notenbank in Rom befinden.

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