Ebola: WHO fordert Waffenruhe im Ostkongo

von Redaktion

Genf/Kinshasa – Die Gewalt im Osten der Demokratischen Republik Kongo behindert laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Eindämmung des Ebola-Ausbruchs. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus warnte am Mittwoch in Genf vor einer Überforderung der Helfer und forderte alle Konfliktparteien auf, einer sofortigen Waffenruhe zuzustimmen. Nur so könne ein sicherer und dauerhafter Zugang für medizinische Teams gewährleistet werden. Die anhaltenden Kämpfe führten zu Massenfluchtbewegungen und drängten gefährdete Menschen in überfüllte Lager, sagte der WHO-Chef.

Der Ebola-Ausbruch im Ostkongo war vor knapp zwei Wochen bekannt geworden. Die WHO rief kurz darauf einen internationalen Gesundheitsnotstand aus. „Ärzte ohne Grenzen“ bereitet nach eigenen Angaben mit den kongolesischen Gesundheitsbehörden einen groß angelegten Hilfseinsatz vor. Es seien bereits 60.000 Schutzanzüge in die Einsatzregion gebracht worden, acht Tonnen an Hilfsgütern seien auf dem Weg.

Der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) mahnte angesichts der Ebola-Krise eine deutliche Erhöhung der deutschen Ausgaben für Entwicklungshilfe an. Deutschland solle seinen Etat für das Entwicklungsministerium wie den für Verteidigung konsequent aufstocken, nicht zusammenstreichen, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“.

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