Das Prinzenpaar bei der Ankunft an der Uniklinik in Oslo. © Henriksen/EPA
Oslo – Die an einer unheilbaren Lungenkrankheit leidende norwegische Kronprinzessin Mette-Marit wartet auf ein Spenderorgan: Die 52-Jährige sei auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt worden, erklärte der Königspalast in Oslo am Freitag. Mette-Marits Gesundheitszustand sei „ernst“, erläuterte der Lungenfacharzt Are Holm vom Rikshospitalet in Oslo in einer vom Palast verbreiteten Erklärung. Die Kronprinzessin solle daher „sobald wie möglich“ eine Lungentransplantation erhalten. Ihr verurteilter Sohn Marius hat deswegen Antrag auf Haftentlassung gestellt.
Um überhaupt auf die Liste zu kommen, muss die aktuelle Lebenserwartung auf ein Jahr gesunken sein. „Aufgrund ihrer lebensbedrohlichen chronischen Lungenerkrankung und nach gründlichen medizinischen Untersuchungen wurde Ihre Königliche Hoheit Kronprinzessin Mette-Marit auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt“, zitiert eine Pressemitteilung des Hofes den behandelnden Mediziner Are Holm von der Universitätsklinik in Oslo. Dort wurden im vergangenen Jahr 30 Lungentransplantationen durchgeführt.
Die 52-Jährige leidet seit 2018 an einer Lungenfibrose, also an einer krankhaften Vernarbung der Lunge. Dabei kommt es bei fortschreitender Erkrankung zu immer stärkeren Atembeschwerden. Beim norwegischen Nationalfeiertag am 17. Mai hatte sich die Kronprinzessin mit Sauerstoffgerät auf dem Balkon des Königspalastes gezeigt.
In Deutschland wurden 2025 nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation 308 Lungen gespendet. 334 Lungen wurden transplantiert.