Köln – Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ wurde im vergangenen Jahr über 69.500 Mal für eine Beratung kontaktiert. Das entspreche durchschnittlich 190 Beratungen pro Tag und stelle einen neuen Höchststand dar, wie das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Angelegenheiten am Montag mitteilte. Häufigster Anlass für die Kontaktaufnahme war häusliche Gewalt (32.186 Anrufe).
Selbst in der Zeit der Corona-Pandemie sei das Hilfetelefon nicht so häufig kontaktiert worden wie im Jahr 2025, hieß es weiter. Während die Hotline im Gründungsjahr 2013 noch 18.812 Beratungen verzeichnet habe, liege die Zahl inzwischen mehr als 3,7-mal so hoch. Auch im Vergleich zum Vorjahr sei das Beratungsaufkommen um 14 Prozent gestiegen, was mehr als 8000 zusätzlichen Beratungen entspreche. Wegen sexualisierter Gewalt riefen demnach 6435 Personen an.