Zehntausende bei Pride in Seoul – Rechte bleiben umkämpft

von Redaktion

Seoul – Mehr als 10.000 Menschen haben die Seouler Innenstadt am Samstag in ein buntes Farbenmeer gehüllt. Beim Seoul Queer Culture Festival demonstrierten sie mit Regenbogen-Flaggen und Protestbannern für die Rechte der LGBTQ-Community. Seit dem Jahr 2000 findet der südkoreanische Ableger der Pride-Paraden in der Hauptstadt statt. Während des ersten Umzugs im Jahr 2000 kamen nur einige Dutzend Personen. Jetzt sind es Tausende. Auch wenn Südkorea popkulturell als absolutes Vorreiterland gilt, ist es gesellschaftlich sehr traditionell und behandelt LGBTQ-Themen anders als etwa die meisten EU-Staaten.

Wie polarisiert die südkoreanische Gesellschaft beim Thema sexuelle Minderheiten ist, zeigte sich auch an diesem Samstag. Nur wenige hundert Meter von der Pride-Parade entfernt fand eine von christlichen Gruppen organisierte Gegendemo statt.

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