Knast für Schiffsbetreiber

von Redaktion

Touristenboot sank 2022 vor Japans Küste

Tokio – Vier Jahre nach dem Untergang des Ausflugsschiffes Kazu I in Japan muss der Chef der Betreiberfirma für fünf Jahre ins Gefängnis. Das teilte ein Sprecher des Gerichts im Bezirk Kushiro mit. Das Unglück ereignete sich im April 2022 vor der beliebten Halbinsel Shiretoko im Norden der Insel Hokkaido. Nach dem Untergang der Kazu I mit 24 Touristen und zwei Besatzungsmitgliedern an Bord wurden 20 Menschen tot geborgen, sechs weitere Menschen gelten seitdem als vermisst.

Eine Untersuchung ergab: Eine nicht gesicherte Deckluke und unsachgemäße Wartungsarbeiten lösten das Drama aus, Wasser drang ein. Zudem fehlte Personal mit „ausreichender Fachkenntnis und Erfahrung im sicheren Schiffsbetrieb“. Der Schiffsbetreiber bestritt jede strafrechtliche Verantwortung und legte Berufung ein.

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