Tiffany Score und Steven Mills mit ihrem Baby. © Facebook
Orlando – Als ihre Tochter im Dezember 2025 zur Welt kam, waren Tiffany Score und ihr Lebensgefährte Steven Mills geschockt. Denn das Baby konnte mit seiner dunklen Haut und südasiatischen Abstammung unmöglich von ihnen stammen – was ein Gentest bestätigte. Die Fruchtbarkeitsklinik hatte der Frau aus Florida das falsche Embryo eingepflanzt. Jetzt gibt es ein Happy End: Die „Embyro-Eltern“ treten das Sorgerecht für die kleine Shea an die „Geburtseltern“ ab.
Das Fertility Center of Orlando hatte 2020 drei Embryonen mit dem Erbgut der Eltern erzeugt und diese eingefroren. Eines davon wurde Score im April 2025 von Dr. Milton McNichol eingepflanzt. Laut ihrer im Januar eingereichten Klage vor dem Bezirksgericht von Orange County war es jedoch der Embryo eines anderen Paares. Dennoch wollten die frischgebackenen Eltern ihre Tochter auf keinen Fall hergeben, auch wenn sie genetisch nicht mit ihnen verwandt ist.
Als die leiblichen Eltern von der Geburt „ihrer Tochter“ erfuhren, wollten sie laut ihrem Anwalt Rob Marcereau zunächst „um das Sorgerecht von Shea vor Gericht kämpfen“. Doch dann setzten sie sich mit Tiffany Score und Steven Mills zusammen und kamen „nach vielen Tränen und Umarmungen“ zu dem „herzzerreißenden Entschluss“, dass das Mädchen bei seinen Geburtseltern aufwachsen soll. Marcereau: „Meine Mandanten hätten ihr Baby am liebsten selbst behalten, doch es wäre ein langjähriger juristischer Kampf geworden, der nicht im Interesse des Kindes gewesen wäre.“
Die leiblichen Eltern, die anonym bleiben wollen, werden den Vereinbarungen zufolge zukünftig eine „freundschaftliche Beziehung zu ihrem Kind und dessen Eltern“ haben. Zudem haben sie sich der Schmerzensgeldklage von Score und Mills gegen die inzwischen geschlossene Fruchtbarkeitsklinik und Dr. McNichol angeschlossen.CTH