Münsterschwarzach – Der bekannte Benediktinerpater Anselm Grün (81) versucht bei Hitze, die äußeren Umstände möglichst auszublenden. „Also nicht zu jammern, sondern einfach meinen Weg zu gehen und bei mir selbst zu bleiben. Dann stört mich die Hitze nicht mehr ganz so sehr“, sagte Grün dem Portal katholisch.de. Auch kühle Klöster und Kirchen könnten bei hohen Temperaturen helfen. Sie sollten jedoch mehr sein als Zufluchtsorte gegen die Hitze.
Sein schwarzes Ordensgewand werde in der Sonne schnell warm, sagte Grün. Er versuche deshalb, sich möglichst viel im Haus aufzuhalten. Im Sommer trügen er und seine Mitbrüder unter dem Habit eine kurze Hose. Etwas Luft an den Beinen sorge durchaus für etwas Kühlung. Je nach Tätigkeit im Kloster trage er das Gewand nicht, so der Benediktiner.
Der Hitze kann Grün auch etwas Positives abgewinnen: Es sei empfehlenswert, zwischendurch die Stille zu suchen und sich Pausen zu gönnen. „In diesem Sinne kann man die Hitze auch als Einladung verstehen, etwas weniger zu tun und ruhiger zu werden.“ Das tue Körper und Seele gut.