Verhältnis von Mensch und Hund weltweit ähnlich

von Redaktion

Für viele ist das Leben ohne Hunde undenkbar. © epd

Der Hund, dein treuer Begleiter. © Stratenschulte/dpa

Leipzig/Jena – Der beste Freund des Menschen: Das ist der Hund laut einer Studie nicht nur in westlichen Gesellschaften. Ein Forschungsteam hat Jagdhunde und ihre Halter in Vanuatu, der Mongolei, Madagaskar, Peru und Deutschland untersucht, wie die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften mitteilte. Trotz großer Unterschiede in Kultur, Umwelt und Haltung habe es „eine bemerkenswerte Ähnlichkeit in der Beziehung zwischen Hunden und Menschen“ gegeben.

Einerseits verhielten sich demnach die Hunde überall ähnlich: „Sie folgten menschlichen Zeigegesten, kommunizierten über verstecktes Futter und orientierten sich in unsicheren Situationen am Menschen“, heißt es. Andererseits gaben auch die Hundebesitzerinnen und -besitzer in allen fünf Ländern an, „dass sie die Gesellschaft ihrer Hunde schätzen, sich auf sie verlassen können und glauben, dass ihre Hunde sie beschützen würden“. Fast alle sagten zudem, dass ihr Leben besser sei, weil sie einen Hund haben.

Die internationalen Forschungsteams unter Leitung der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig führten demnach sechs Verhaltensexperimente durch und ließen einen Fragebogen ausfüllen. Die Konzentration auf Jagdhunde sei ausgewählt worden, weil die Jagd zu den ältesten und am weitesten verbreiteten Formen der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund zähle.

„Training, Jagdtechniken und die soziale Rolle beeinflussen, wie Hunde mit Menschen interagieren“, erklärte die Erstautorin des nun veröffentlichten Papiers, Juliane Bräuer. So hätten sich auch lokale Unterschiede gezeigt: Die Hunde in Deutschland hätten sich im Gehorsamkeitstest schneller ihren Halterinnen und Haltern genähert, seien bei Problemen länger am Ball geblieben und hätten sich stärker auf Herrchen oder Frauchen konzentriert als auf unbekannte Versuchsleitungspersonen.

Insgesamt legen die Ergebnisse den Angaben zufolge nahe, dass die Kooperation von Mensch und Hund auf einer stabilen und zugleich flexiblen Basis beruht. Hunde wurden vor rund 30.000 Jahren domestiziert – früher als jede andere Tierart. „Die Bindung zwischen Menschen und Hunden scheint weltweit verbreitet zu sein und sich an sehr unterschiedliche Lebensweisen angepasst zu haben“, sagte Russell Gray, Seniorautor der Studie.

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