Johnny Depp und Amber Heard. © Ryan/dpa
Kevin Costner und Christine Baumgartner. © Langenstr./dpa
Heather Mills und Paul McCartney. © Carstensen/dpa
Shakira und Gerard Piqué. © Dalmau/dpa
Angelina Jolie und Brad Pitt. © WINTER/AAFP
Jüngstes Beispiel: Boris Becker. Seine Ex Lilly ließ eine Taschenpfändung bei dem Ex-Tennisprofi vornehmen. Ihrer Meinung nach zahlt er nicht genug Unterhalt. © Vennenbernd/dpa
Bad Honnef/München – Liebe, Glamour, rote Teppiche – und am Ende Gerichtsvollzieher, Anwälte und Rosenkrieg. Aktuellster Fall: Boris Becker (58) und seiner Ex-Frau Lilly Becker (49). Auch acht Jahre nach ihrer Trennung liefern sich die beiden einen erbitterten Streit um Unterhaltszahlungen und finanzielle Verpflichtungen für ihren gemeinsamen Sohn Amadeus (16). Für Schlagzeilen sorgte am Dienstag eine sogenannte Taschenpfändung: Kurz vor einem öffentlichen Auftritt Beckers erschienen Gerichtsvollzieher und Polizeibeamte. Die sollen laut „Bild“ eine Armbanduhr im Wert von 6000 Euro gepfändet haben. Die Vollstreckung geht aus einem Beschluss eines englischen Familiengerichts aus 2018 hervor – und das, obwohl der ehemalige Tennisspieler seit einigen Jahren hohe Zahlungen für seinen Sohn Amadeus leistet. Seit 2025 zahle Becker zudem freiwillig 6500 Euro an Unterhalt, inklusive Schulgeld und Schultransport. Dennoch sollen die geleisteten Zahlungen aus Sicht von Lilly Becker nicht ausreichen.
Aber auch andere Promipaare lieferten sich nach ihrer Trennung erbitterte Rosenkriege. Meist ging es dabei ums Geld, Kinder und den guten Ruf.
Johnny Depp (63) und Amber Heard (40): Die Schauspieler waren von 2015 bis 2017 verheiratet. Nach der Trennung erhob Heard Vorwürfe häuslicher Gewalt, Depp bestritt diese vehement. Es folgten mehrere Prozesse in Großbritannien und den USA, medial verfolgt von Millionen Menschen und es ging um Millionen Dollar. Der Verleumdungsprozess in Virginia entwickelte sich 2022 zu einem Medienspektakel und beschädigte die Karrieren von Heard und Depp nachhaltig. Am Ende siegte Depp, spendete den Schadenersatz.
Brad Pitt (62) und Angelina Jolie (51): Jahrelang galten sie als das Traumpaar Hollywoods. Nach der Trennung im Jahr 2016 begann jedoch eine lange Schlammschlacht um das Sorgerecht für die sechs gemeinsamen Kinder. Zusätzlich entbrannte ein Rechtsstreit um das gemeinsame französische Weingut Château Miraval. Noch Jahre später beschäftigen die Auseinandersetzungen Anwälte und Gerichte auf mehreren Kontinenten. Ausgang: offen.
Shakira (49) und Gerard Piqué (39): Die kolumbianische Sängerin und der ehemalige Fußball-Weltmeister trennten sich 2022 nach mehr als einem Jahrzehnt Beziehung. Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Konflikt, weil Shakira ihren Trennungsschmerz öffentlich in ihrer Musik verarbeitete. Gleichzeitig stritten beide über das Sorgerecht für ihre gemeinsamen Kinder und den Umzug Shakiras in die USA.
Oliver Pocher (48) und Amira Aly (33): Die Trennung des ehemaligen Ehepaars entwickelte sich zum Rosenkrieg im Zeitalter der sozialen Medien. Interviews, Podcasts und öffentliche Kommentare sorgten regelmäßig für neue Schlagzeilen. Vor allem Pocher thematisierte das Beziehungsende immer wieder öffentlich und lieferte sich einen Schlagabtausch im Netz.
Paul McCartney (84) und Heather Mills (58): Die Ehe zwischen dem Ex-Beatle und dem ehemaligen Model hielt nur vier Jahre. Die Scheidung im Jahr 2008 entwickelte sich zu einem der teuersten Rosenkriege Großbritanniens. Mills erhob schwere Vorwürfe gegen McCartney, der diese zurückwies. Am Ende sprach ein Gericht ihr eine Mega-Abfindung von 200 Millionen Pfund zu.
Kevin Costner (71) und Christine Baumgartner (52): Nach 18 Ehejahren reichte Christine Baumgartner 2023 die Scheidung von Hollywood-Star Kevin Costner ein. Schnell entwickelte sich die Trennung zu einem erbitterten Streit um Unterhalt, Vermögen und die gemeinsamen Kinder.
Bastian Schweinsteiger (41) und Ana Ivanović (38): Das ehemalige Traumpaar soll nach Informationen der „Bild“ in einen erbitterten Scheidungsstreit verwickelt sein. Demnach laufen inzwischen zwei Verfahren – eines in München, eines in Palma de Mallorca. Im Mittelpunkt des spanischen Verfahrens stehen die Betreuung sowie der Kindesunterhalt ihrer drei gemeinsamen Söhne. Das eigentliche Scheidungsverfahren des Ex-Fußballstars und der ehemaligen Weltklasse-Tennisspielerin wird vor dem Familiengericht in München geführt. Beide Seiten werfen sich laut „Bild“ vor, wichtige Dokumente nicht eingereicht zu haben.