Prinzessin auf dem Gipfel

von Redaktion

Kate hat in 24 Stunden die drei höchsten Berge Großbritanniens erklommen

Der Snowdon (1085 Meter) in Wales. © IMAGO

Der Scafell Pike (978 Meter) in England. © Imago

Der Ben Nevis (1345 Meter) in Schottland. © IMAGO

Prinzessin Kate engagiert sich mit der Challenge für eine ganzheitliche Krebsversorgung. © Instagram

London – Es war mehr als eine sportliche Herausforderung: Die britische Prinzessin Kate hat innerhalb von nur 24 Stunden die drei höchsten Berge Großbritanniens erklommen, um auf die Bedeutung einer ganzheitlichen Krebsversorgung aufmerksam zu machen. Die 44-Jährige unterstützte mit ihrer Teilnahme an der sogenannten „Three Peaks Challenge“ die Royal Marsden Cancer Charity – jene Organisation, die Patienten des Londoner Krankenhauses unterstützt, in dem Kate selbst behandelt wurde.

Auf Instagram erklärte die Frau von Kronprinz William, die Tour sei für sie nicht nur ein körperlicher Kraftakt gewesen. Vielmehr habe sie die Gelegenheit geboten, „das Leben jenseits der Diagnose zu erkunden und etwas zurückzugeben“. Dazu veröffentlichte sie ein Foto, das sie in Wanderkleidung mit Kapuze und Wanderstöcken in einer nebligen Berglandschaft zeigt.

Die „Three Peaks Challenge“ zählt zu den bekanntesten Ausdauerprüfungen Großbritanniens. Dabei werden innerhalb eines Tages der Ben Nevis (1345 Meter) in Schottland, der Scafell Pike (978 Meter) in England sowie der Snowdon (1085 Meter) in Wales bestiegen. Neben den anspruchsvollen Aufstiegen müssen die Teilnehmer normalerweise mehrere hundert Kilometer zwischen den Bergen zurücklegen. Viele absolvieren die Tour, um Spenden für wohltätige Zwecke zu sammeln.

Für Kate hatte die Herausforderung eine besonders persönliche Bedeutung. Vor gut zwei Jahren war bei ihr Krebs diagnostiziert worden. Um welche Krebsart es sich handelte, machte der Kensington-Palast nie öffentlich. Im März 2024 hatte die Prinzessin ihre Erkrankung bekannt gegeben, im Januar 2025 erklärte sie, der Krebs sei vorerst besiegt. Seitdem kehrt sie Schritt für Schritt zu ihren öffentlichen Aufgaben zurück.

Entsprechend eindringlich – und persönlich – fiel ihre Botschaft aus: „Krebs betrifft nicht nur den Körper. Er verändert, wie man denkt und fühlt, und beeinflusst jeden Aspekt des Lebens“, schrieb Kate. Die Krankheit wirke sich auf Familien, Freundschaften, die Arbeit und selbst auf „die stillen Momente, die wir allein mit unseren Gedanken verbringen“ aus. „Ich weiß das aus eigener Erfahrung, und ich weiß, dass der Weg durch die Behandlung und darüber hinaus mehr erfordert als nur Medikamente.“

Mit ihrer Bergtour möchte Kate deshalb den Blick auf die Zeit nach einer Krebsdiagnose lenken. Sie wirbt dafür, Patienten nicht ausschließlich medizinisch zu behandeln, sondern auch ihre körperlichen, seelischen, sozialen und – wenn gewünscht – spirituellen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Bewegung, Natur, Familie und mentale Stärke könnten die Genesung ebenso unterstützen wie Medikamente oder Operationen. Der Kensington-Palast unterstrich diese Botschaft in einer begleitenden Erklärung. Ganzheitliche Versorgung bedeute, den Menschen „in seiner Gesamtheit“ zu sehen und neben der eigentlichen Therapie auch das emotionale und soziale Wohlbefinden zu fördern.

Als Schirmherrin der Royal Marsden Cancer Charity engagiert sich Kate inzwischen verstärkt für die renommierte Londoner Klinik, die zu den führenden Krebszentren Europas zählt. Spendengelder fließen dort unter anderem in die Erforschung neuer Behandlungsmethoden sowie in psychologische und soziale Hilfsangebote für Patienten und ihre Angehörigen.

Mit ihrer Offenheit im Umgang mit der eigenen Erkrankung hat Kate in den vergangenen Monaten vielen Betroffenen Mut gemacht. In einem begleitenden Video zur Bergtour richtete sie sich direkt an Krebspatienten und ihre Familien. Ihre Botschaft: „Bitte seien Sie sich bewusst, dass Sie nicht allein sind.“DPA, AFP, CJM

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