La Guaira – In einem immer verzweifelteren Wettlauf gegen die Zeit haben Rettungsteams in Venezuela am Mittwoch ihre Suche nach Überlebenden des verheerenden Doppel-Erdbebens fortgesetzt. Die Hoffnung, eine Woche nach dem Unglück mit fast 2000 Toten noch Verschüttete lebend zu finden, schwindet zusehends. Am Dienstag gab es aber noch einmal einen Lichtblick, als in der Hauptstadt Caracas ein dreijähriger Junge lebend aus den Trümmern geborgen wurde.
Am Mittwoch vergangener Woche hatten zwei starke Erdbeben Venezuela erschüttert, bis Dienstag wurden nach offiziellen Angaben mehr als 1900 Todesopfer geborgen. Mehr als 10.500 Menschen wurden demnach verletzt. Nach Angaben der UNO wurden mehr als 50.000 Menschen vermisst. Wie Parlamentspräsident Jorge Rodríguez sagte, hielten sich etwa 30.000 von ihnen im Hafengebiet der Küstenstadt La Guaira auf, die am stärksten zerstört wurde. Er sagte, dass fast 6500 Menschen in La Guaira von Suchmannschaften aus den Trümmern gerettet wurden.