Bild der Zerstörung: Feuerwehrleute im Einsatz am abgebrannten Dachstuhl. © Landkreis Ludwigslust-Parchim
Ludwigslust – Beim Brand des Dachstuhls eines Krankenhauses in Ludwigslust nahe Schwerin sind zwei Menschen gestorben. Bei den beiden Opfern handelt es sich um Patienten. Das Feuer war am frühen Morgen um 4.29 Uhr in einem Zimmer der Gefäßchirurgie-Station ausgebrochen. Dort soll einer der beiden später Verstorbenen gelegen haben, der zweite wohl in einem Nachbarraum. Bei einem der Opfer handelte es sich nach Polizeiangaben um einen 85 Jahre alten Mann. Die Angehörigen seien informiert worden. Auch der zweite Tote sei ein Mann gewesen, allerdings zunächst nicht identifiziert worden.
Wie die „Bild“ berichtet, gibt es Hinweise, wonach der Mann, in dessen Zimmer das Feuer ausbrach, geraucht haben soll. Zum Zeitpunkt des Brandes waren etwa 100 Menschen in dem Gebäude – gut 80 Patienten und 20 Mitarbeiter. Die gesamte Einrichtung wurde zunächst evakuiert. Später wurden nicht betroffene Stationen wieder freigegeben.
Der Vorsitzende der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, kritisierte einen mangelhaften Brandschutz in deutschen Kliniken. „Eine gesetzliche Pflicht zur Installation von selbstständigen Löschanlagen in sämtlichen Patienten- und Personalzimmern ist überfällig“, erklärte er. Die Auflagen für Möbelhäuser und Lagerhallen seien deutlich höher. Deshalb sei die Politik gefordert, beim Brandschutz in stationären medizinisch-pflegerischen Einrichtungen „endlich die richtigen Prioritäten zu setzen“.