IN KÜRZE

von Redaktion

Martha Lillard lebte 70 Jahre in der Eisernen Lunge. © KFOR

Letzte Patientin in Eiserner Lunge

Shawnee – Mit der US-Amerikanerin Martha Lillard ist die letzte bekannte Polio-Überlebende gestorben, die zum Atmen auf eine sogenannte Eiserne Lunge angewiesen war. Die an Kinderlähmung erkrankte Frau starb nach Berichten mehrerer US-Medien bereits Ende Juni in Shawnee/Oklahoma im Alter von 78 Jahren. Sie war mehr als 70 Jahre auf die Maschine angewiesen. Trotz ihrer schweren Erkrankung führte Lillard mit nur noch 25 Prozent Lungenkapazität und einem gelähmten linken Arm ein vergleichsweise normales Leben. Über mehrere Jahrzehnte war sie tagsüber sogar nicht auf das Gerät angewiesen und verbrachte lediglich nachts rund neun Stunden in ihrer Eisernen Lunge. Ihr Tod markiert wahrscheinlich das Ende einer Medizintechnik, die in den Jahren vor der Einführung der Polio-Impfung zum Symbol der Krankheit geworden war. Am Ende versagte die Technik. Es gab keine Ersatzteile mehr.ENTERPRESS/FOTO: KFOR

Baby in letzter Sekunde gerettet

Leingarten – Bei einem schweren Unfall an einem Bahnübergang in Baden-Württemberg ist eine Frau gestorben. Die 26-Jährige war in der Stadt Leingarten bei Heilbronn mit einem Kinderwagen unterwegs und wollte die Bahngleise überqueren. Dabei wurde sie von einem Zug erfasst. Das Kind blieb unverletzt. Die Mutter soll im letzten Moment den Kinderwagen über die Gleise gestoßen haben. Sie selber wurde aber von dem Regionalexpress erfasst. Im Zug, dessen Lokführer eine Notbremsung machte, wurde niemand verletzt. Die Polizei nahm Ermittlungen zum Ablauf des Unfalls auf und prüft, ob die Ampelanlage defekt war.

Falscher Sanitäter vor Gericht

Kleve – Mit gefälschten Urkunden soll sich ein 30-Jähriger Jobs als Notfallsanitäter erschlichen und Menschen falsch therapiert haben. Ein schwer herz- und lungenkranker Patient starb laut Anklage der Staatsanwaltschaft, nachdem der vermeintliche Sanitäter ihm bei einem Einsatz Medikamente gegeben und eine Notarzt-Behandlung verhindert hatte. Ab 16. Juli muss sich der Mann am Landgericht Kleve verantworten. Die Anklage lautet auf Totschlag, gefährliche Körperverletzung sowie Urkundenfälschung. Zu dem tödlichen Fall heißt es, der Angeklagte soll in Kenntnis seiner fehlenden medizinischen Qualifikation den Tod des Patienten billigend in Kauf genommen haben.

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