Mutmaßlicher Mädchenjäger von Jeffrey Epstein tot aufgefunden

von Redaktion

Paris – Offiziell arbeitete er als Headhunter für Models, doch zahlreiche Dokumente in den Epstein-Akten schreiben dem Franzosen Daniel Siad die Rolle eines Mädchenjägers für den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu. Fünf Frauen erstatteten in Frankreich Anzeige wegen Vergewaltigung und Menschenhandels gegen Siad. Dieser wies die Vorwürfe zurück. Er wurde tot aufgefunden. Die französische Justiz hatte ihn bislang nicht verhört – nun ist es zu spät.

Die Leiche des 69-Jährigen solle obduziert werden, teilte die Staatsanwaltschaft von Nanterre am Mittwoch mit. Siads 28 Jahre alte Mitbewohnerin habe ihn am Montag in der Küche des Wohnhauses in Paris entdeckt, berichtete „Le Parisien“.

Den Epstein-Akten zufolge war Siad in zahlreichen Ländern unterwegs, um gut aussehende junge Mädchen zu finden. Diesen stellte er eine Karriere als Model in Aussicht und brachte sie mit Epstein in Verbindung. Im Sommer 2009 schickte er zum Beispiel eine Mail mit sieben Fotos im Anhang und dem Kommentar dazu: „Ich habe eine Supertolle aus Lettland gefunden, sie ist 20, sieht aber jünger aus.“ Siad betont zudem, dass er „großen Respekt“ vor Epstein habe.

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