Feuerwehrleute kämpfen weiter gegen die verheerenden Feuer in Frankreich und Spanien. © Fernandez/dpa
Bordeaux/Madrid – Trotz erster Anzeichen einer Stabilisierung haben die Einsatzkräfte in Frankreich und Spanien zu Wochenbeginn weiter unter Hochdruck gegen die verheerenden Waldbrände gekämpft. Zwar sei das Feuer in der Region Gironde „stabilisiert“, sagte der französische Innenminister Laurent Nuñez am Montag, es sei aber noch nicht unter Kontrolle. Deutschland schickte Unterstützung in den Südwesten Frankreichs.
Westlich der spanischen Hauptstadt Madrid rückten die dortigen Waldbrände in verlangsamtem Tempo vor, Entwarnung gab es aber auch dort nicht. In beiden Ländern wurde eine erneute Verschärfung der Situation angesichts Temperaturen von bis zu 40 Grad befürchtet.
In der Gironde in Frankreich blieb der heftige Waldbrand, der über 42.000 Hektar Land verwüstet und zur Evakuierung von 220.000 Menschen geführt hat, nach Angaben der Präfektur in der Nacht zum Montag „insgesamt stabil“. Es habe im Laufe der Nacht „keine nennenswerten Entwicklungen gegeben“. Die Einsatz- und Rettungskräfte seien „weiterhin in vollem Umfang im Einsatz und setzen ihre Aufgaben vor Ort fort“.
Die Flammen hatten sich in der Region zuvor mehrere Tage lang ausgebreitet. Die Regionalregierung setzte den Betrieb von Ferienlagern und Pfadfinderlagern sowie von behindertengerechten Aufenthalten in der Gironde aus. Am Sonntag wurde Touristen empfohlen, „nicht zu kommen“ und „ein anderes Reiseziel in Betracht zu ziehen“.
Mit Sorge blickten die Einsatzkräfte auf die Wettervorhersage: Ab Dienstag werde in weiten Teilen Frankreichs eine neue Hitzewelle erwartet. Diese sollte am Mittwoch ihren Höhepunkt erreichen mit Spitzenwerten von 40 Grad.