Letzte Sonnenfinsternis für lange

von Redaktion

Stuttgart – Menschen, die in den Himmel starren: Am 12. August wird eine totale Sonnenfinsternis Betrachter verzaubern. In ihren partiellen Phasen ist sie auch von ganz Deutschland aus sichtbar. Die Zone totaler Verfinsterung verläuft von der Arktis über den Nordatlantik und das östliche Grönland, überquert Island und Spanien und reicht bis zu den Balearen und ins westliche Mittelmeer.

Für die meisten Orte in Deutschland beginnt die partielle Sonnenfinsternis gegen 19.20 Uhr und endet gegen 21 Uhr bei Sonnenuntergang. Maximal 84 bis 92 Prozent der Sonne werden hierzulande vom Neumond bedeckt.

Erst am 3. September 2081 wird man von der äußersten Südwestecke Deutschlands wieder eine total verfinsterte Sonne sehen können – genauer: die helle Sonnenkorona um die pechschwarze Neumondscheibe. Die letzte Sonnenfinsternis, deren Totalitätszone über Süddeutschland und Österreich verlief, war am 11. August 1999 zu beobachten.

Der August bietet daneben auch ein alljährlich wiederkehrendes Spektakel am Nachthimmel: Meteorstrom der Perseïden, dessen maximale Tätigkeit vom 9. bis 13. August zu erwarten ist. Helle Meteore, sogenannte Boliden oder Feuerkugeln sind keine Seltenheit. Der Höhepunkt der Sternschnuppenaktivität ist in der Nacht vom 12. auf 13. vorausgesagt, wobei mit bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde zu rechnen ist.

In diesem Jahr stört kein Mondlicht die Beobachtungen, denn das Maximum erfolgt zur Neumondzeit. Die besten Beobachtungszeiten sind die Stunden von 23 bis 4 Uhr morgens. Die Meteore des Perseïdenstromes sind schnelle Objekte. Sie dringen mit rund 60 Kilometer pro Sekunde, dies entspricht 216.000 Kilometern pro Stunde, in die Erdatmosphäre ein.

Ihren Ursprung haben die Perseiden im Kometen 109P/Swift Tuttle. Wenn die Erde jedes Jahr im August dessen Staubspur kreuzt, verglühen die Teilchen in unserer Atmosphäre und erscheinen als Meteore. Der Name Perseiden kommt nur daher, dass der scheinbare Ausstrahlungspunkt am Himmel im Sternbild Perseus liegt.

Vollmond tritt am 28. August um 6.19 Uhr im Sternbild Wassermann ein. Dabei wandert der Mond durch den Kernschatten der Erde, es ereignet sich eine partielle Mondfinsternis, deren erste Hälfte von Deutschland aus beobachtbar ist. Zum Höhepunkt der Finsternis um 6.13 Uhr befindet sich der Vollmond mit 94 Prozent seines scheinbaren Durchmessers im Kernschatten der Erde.

Saturn geht am späten Abend im Osten auf. Der Ringplanet befindet sich im Sternbild Fische. Anfang August erscheint um 23.15 Uhr. Ende des Monats geht Saturn bereits um 21.17 Uhr auf. Der Durchmesser des Planeten ist zehnmal größer als der des Erdglobus. Ein Saturn-Tag dauert nur zehneinhalb Stunden. Knapp dreißig Jahre ist der Ringplanet unterwegs, um einmal die Sonne zu umrunden. Titan, der größte Mond des Saturn, ist mit einem Fernglas zu erkennen.

Merkur, der schwierig zu beobachtende, sonnennächste Planet, zeigt sich in der ersten Augusthälfte am Morgenhimmel. Seine Helligkeit nimmt zu. Letztmals kann man ihn am 15. erspähen. An diesem Tag geht er um 4.55 Uhr auf. Zwanzig Minuten später sollte man ihn erkennen können.

Mars kann am Morgenhimmel gefunden werden. Der äußere Nachbarplanet der Erde wandert durch das Sternbild Stier und wechselt am 12. in das Sternbild Zwillinge. Sein Aufgang verfrüht sich von 2 Uhr am Monatsanfang auf 1.30 Uhr Ende August.

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