Viele Fahrer hatten Drogen konsumiert. © Albert/dpa
Hannover – Manche konnten sich kaum mehr auf den Beinen halten, flitzten aber dennoch mit ihrem E-Scooter durch die Gegend: Bei einer groß angelegten Polizeikontrolle in Hannover haben die Beamten hunderte Fahrzeuge überprüft und in fast jedem sechsten Fall die Weiterfahrt untersagt. Mehr als jeder zehnte Kontrollierte war unter Alkoholeinfluss mit dem Auto oder E-Scooter unterwegs, teilte die Polizei danach mit. Die Beamten aus der niedersächsischen Hauptstadt hatten für die Kontrollen am Wochenende Unterstützung von Kollegen aus elf Bundesländern, der Schweiz und Österreich angefordert. Ob Alkohol, Drogen oder überfahrene rote Ampeln, ob Handy- oder Gurtverstöße: „Die Gesamtbilanz der zweitägigen Kontrollmaßnahme verdeutlicht die Notwendigkeit des behördlichen Einschreitens“, konstatierte die Polizei.
Den Angaben zufolge wurden insgesamt 1150 Fahrzeuge überprüft. Bei 88 Autofahrern und 78 E-Scooter-Fahrern – also 166 Verkehrsteilnehmern – wurde ein Atemalkoholwert über 0,5 Promille gemessen. In 33 Fällen lag ein laut Polizei hochgefährlicher Mischkonsum aus Alkohol und Drogen vor. 190 Mal wurde die Weiterfahrt untersagt. „Viele Fahrzeugführer versuchten sich zudem durch Flucht den Kontrollen zu entziehen, insbesondere bei den E-Scooter-Fahrern endete dieser Versuch in den meisten Fällen dennoch bei einer Blutentnahme durch den Polizeiarzt.“
Wiederholt wurden Alkoholwerte von weit über 1,1 Promille sowie der gleichzeitige Konsum mehrerer harter Drogen gemessen. „Einige Personen waren kaum noch in der Lage, sich auf den Beinen zu halten, nahmen aber aktiv mit E-Scootern am Straßenverkehr teil.“