Madrid/Barcelona – Die spanische Polizei hat nach eigenen Angaben einen der meistgesuchten flüchtigen Straftäter Schwedens festgenommen. Der Mann sei nach tagelanger Beobachtung im Badeort Sitges rund 30 Kilometer südwestlich von Barcelona gefasst worden, teilte die Nationalpolizei mit. Der Festgenommene soll demnach enge Verbindungen zu einem der bekanntesten Kriminellen Schwedens unterhalten haben – dieser gilt auch als „Pablo Escobar Schwedens“, in Anlehnung an den einstigen kolumbianischen Drogenbaron.
Der Drogenkriminelle war bereits im August 2024 ebenfalls im katalanischen Nobelbadeort Sitges auf Ersuchen der schwedischen Behörden festgenommen worden. Inzwischen wurde er in Stockholm wegen groß angelegten Kokainschmuggels zu neun Jahren Haft verurteilt und verbüßt seine Strafe.
Dem nun Festgenommenen wird vorgeworfen, an mehreren Morden und Tötungsdelikten im Milieu der organisierten Kriminalität beteiligt gewesen zu sein. Nach Erkenntnissen der schwedischen Ermittler sollten die Angriffe rivalisierende Banden destabilisieren und Konflikte zwischen ihnen anheizen.