Göttingen – Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) verlangt von der Bundesregierung einen stärkeren Einsatz für bedrohte indigene Aktivistinnen und Aktivisten. Weltweit schlügen Umwelt- und Menschenrechtsschützern wegen ihres Engagements Bedrohungen und Gewalt entgegen, teilte die Organisation am Freitag in Göttingen mit. Der Schutz dieser Aktivistinnen und Aktivisten müsse zu einem festen Bestandteil der deutschen Außen- und Entwicklungspolitik werden.
Anlass für den Aufruf ist der Internationale Tag der Indigenen Völker am Sonntag (9. August). In Südamerika geraten Indigene laut der Gesellschaft zunehmend ins Visier, weil viele Regierungen den Zugang zu Rohstoffen und Agrarflächen erleichtern wollen. In Brasilien und Peru stünden Führungspersonen der Volksgruppe Asháninka unter Druck, warnte die Organisation. Zudem meldeten Aktivisten aus Kolumbien und Peru regelmäßige Morddrohungen. In Russland werden Angehörige indigener Völker nach den Angaben seit Jahren kriminalisiert.EPD