Kinderärzte schlagen Alarm

von Redaktion

Soziale Medien: Eltern in der Pflicht – Prien für EU-Regelung

Osnabrück – Kinder- und Jugendärzte verlangen einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Sozialen Medien. „Kinder können sich der krassen Beeinflussung auf den Plattformen kaum noch entziehen, und Jugendlichen ist es fast nicht mehr möglich, sich eine freie Meinung zu bilden“, sagte der Bundessprecher des Pädiater-Berufsverbandes BVKJ, Jakob Maske, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Es sei längst erwiesen, dass Social Media vor allem junge Menschen krank und dumm mache.

„Es gibt leider ein gravierendes Elternversagen, was Social Media und Bildschirmnutzung angeht“, sagte Maske weiter. Sie müssten Grenzen setzen und selbst Vorbild sein – was zu selten passiere. Der BVKJ ist für ein Verbot bis 14 Jahren.

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) schweben neben einem Verbot für Kinder unter 13 Jahren auch weitere Regulierungen vor. „Auch zwischen 13 und 16 und sogar noch zwischen 16 und 18 könnte es zusätzliche Maßnahmen geben, die dann aber die Plattformen betreffen würden“, sagte die CDU-Politikerin dem „Hamburger Abendblatt“. Generell setze sie auf eine europäische Lösung. Als Übergang sollen bis zum Ende des Sommers Eckpunkte für eine deutsche Gesetzgebung vorgelegt werden.

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