Heftiges Erdbeben in Kolumbien

von Redaktion

Erschütterungen der Stärke 7,4 – Hunderte Verletzte und 100 Tote

In den Trümmern wird nach Überlebenden gesucht. © EPA

Bogotá – Bei einem schweren Erdbeben der Stärke 7,4 in Kolumbien sind mindestens 100 Menschen ums Leben gekommen. Das teilten die Behörden des südamerikanischen Landes mit. Allein in dem für den Kaffeeanbau bekannten Departamento Risaralda mit der Regionalhauptstadt Pereira starben nach Behördenangaben mindestens 40 Menschen. Im Departamento Valle del Cauca mit der Regionalhauptstadt Cali gab es 27 Tote. Weitere drei Menschen starben in der Stadt Manizales. Es wird befürchtet, dass die Zahl weiter steigt.

Zudem wurden Hunderte Verletzte und schwere Schäden in mehreren Landesteilen gemeldet.

In Manizales stürzten mehr als zehn Gebäude ein. Ein Turm der dortigen Kathedrale knickte ein. In der Gemeinde Cali meldete der Bürgermeister mehr als 20 eingestürzte Gebäude, in denen Menschen eingeschlossen sein sollen. In der Hauptstadt des westkolumbianischen Departamentos Chocó, Quibdó, herrschte nach dem Beben und mehreren Nachbeben zeitweilig Panik.

Das Beben ereignete sich um 7.34 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum lag nahe San José del Palmar im Departamento Chocó in einer Tiefe von 96 Kilometern, wie der Kolumbianische Geologische Dienst (SGC) mitteilte. Die Erschütterungen waren unter anderem in Bogotá, Medellín, Cali, Popayán, Armenia, Pereira und Manizales zu spüren. Videos in den Sozialen Netzwerken zeigten zerstörte Gebäude und Menschen, die vor Panik auf die Straße liefen. Auch mehrere Flughäfen waren betroffen. In den Nachbarländern Venezuela, Ecuador und Panama wurde das Beben Berichten zufolge wahrgenommen.

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