Cairns – Aufatmen am Great Barrier Reef: Ein spät einsetzender Sommermonsun hat Teile des weltberühmten Korallenriffs vor der australischen Ostküste vor weiterer Hitze geschützt. Als im Norden und Zentrum bereits erste Anzeichen einer neuen Korallenbleiche auftraten, brachten Wolken und Regen in den ersten Monaten des Jahres dringend nötige Abkühlung, wie aus einer aktuellen Experten-Studie hervorgeht. Wind, Wellen und Durchmischung sorgten zudem dafür, dass heißes Oberflächenwasser mit kühlerem Wasser aus tieferen Schichten vermischt wurde. Das zeigt der jüngste Jahresbericht des staatlichen Meeresforschungsinstituts (AIMS), das das Riff seit 40 Jahren untersucht. Die Wissenschaftler sprechen von „ermutigenden Anzeichen einer Erholung“.
Die Bedeckung mit lebenden Hartkorallen nahm demnach in den nördlichen und zentralen Regionen leicht zu: Im Norden stieg sie zwischen August 2025 und Juni 2026 von 30 auf 35,1 Prozent, im Zentrum von 28,6 auf 31,6 Prozent. Im Süden sank sie dagegen leicht von 26,9 auf 26,4 Prozent.
Für den Bericht hatten die Wissenschaftler insgesamt 121 Korallenriffe untersucht.