Jugendämter nehmen 56.900 Kinder und Jugendliche in Obhut

von Redaktion

Wiesbaden – Die deutschen Jugendämter haben im vergangenen Jahr rund 56.900 Kinder und Jugendliche zu deren Schutz vorübergehend in Obhut genommen. Das waren 18 Prozent weniger Jungen und Mädchen als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Bereits 2024 habe es einen Rückgang der Inobhutnahmen um sieben Prozent gegeben. Damit sei die Zahl innerhalb von zwei Jahren um rund ein Viertel gesunken, nachdem sie zuvor drei Jahre in Folge auf knapp 74.600 gestiegen war.

Nach Angaben des Amtes hängen die schwankenden Fallzahlen mit Einreisen unbegleiteter Minderjähriger aus dem Ausland zusammen. Auch der aktuelle Abwärtstrend sei durch einen Rückgang an vorläufigen und regulären Inobhutnahmen nach unbegleiteten Einreisen zu erklären. Binnen eines Jahres habe sich die Zahl auf knapp 16.500 halbiert.

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