Steigende Opferzahl in Kolumbien

von Redaktion

Pereira – In einem immer verzweifelteren Wettlauf gegen die Zeit haben Rettungsteams in Kolumbien am Donnerstag ihre Suche nach Überlebenden des schweren Erdbebens fortgesetzt. Wie Präsident Abelardo de la Espriella mitteilte, wurden bislang 265 Todesopfer geborgen. Die Opferzahl dürfte aber noch weiter steigen: Drei Tage nach der Katastrophe wurden noch fast 500 Menschen vermisst.

In der Stadt Pereira lief eine dramatische Rettungsaktion für einen Mann, der unter den Trümmern einer eingestürzten Bäckerei feststeckt. Der Verkäufer Pablo Loaiza wurde mit Messgeräten geortet, die Vibrationen erkennen können. Seine Familie hoffe daher, „dass er noch am Leben ist“, sagte seine Nichte Sara Loaiza. Als mutmaßliche Klopfzeichen des Verschütteten registriert wurden, brandete in Pereira Applaus auf. Pereira ist die Hauptstadt des Departamento Risaralda und wie auch die Städte Cali, Manizales und Quibdó besonders stark von dem Erdbeben betroffen, das Kolumbien am Montag mit einer Stärke 7,4 erschüttert hatte. Mehr als 11.000 Häuser und Wohnungen wurden zerstört.

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