Die Politikerin ist mit ihrem Körper zufrieden. © Uth/AFP
Kopenhagen – Dänemarks Ministerpräsidentin hat die Nase voll – von Kommentaren zu ihrer Nase. Auf Instagram veröffentlichte Mette Frederiksen am Montag eine Nachricht, die sie nach ihrer Rückkehr aus der Ukraine von einem Schönheitschirurgen erhalten hatte. „Hey Mette, sollen wir diese kleine Stelle auf der Nase nicht mal korrigieren?“, schrieb der Mann ihr mit einem Smiley.
Auf diesen ungebetenen Schönheitstipp reagierte die Politikerin selbstbewusst: „Äh, nein. Ich bin zufrieden mit meinem Körper und brauche eigentlich nicht die Meinung eines männlichen plastischen Chirurgen dazu!“, entgegnete sie. Es sei nicht der erste unangemessene Kommentar zu ihrem Aussehen, den sie im Laufe ihrer politischen Karriere erhalten habe, erklärte Frederiksen. Nicht nur ihre Nase sei dabei schon Thema gewesen, sondern auch ihr „dünnes Haar“ und ihre „hässlichen Zähne“. Auch zu Botox-Behandlungen habe man ihr bereits geraten, schreibt die 48-Jährige.
Für dieses Verhalten hat die Sozialdemokratin, die seit 2019 an der Spitze Dänemarks steht, kein Verständnis. Sie selbst bewerte das Aussehen anderer Menschen nicht und akzeptiere ihren eigenen Körper so, wie er ist. Schließlich sei sie eine Frau, die auf die 50 zugehe. „Und trotzdem ärgere ich mich ein wenig auf altmodische Art und Weise“, schreibt Frederiksen auf Instagram. Wer etwas an ihr zu kritisieren habe, dürfe das selbstverständlich öffentlich tun, so die Politikerin. „Aber dann nutzt die Zeit für etwas Wesentliches. Und nicht für meine Nase.“SBE