Harald kämpfte um seine große Liebe Sonja

von Redaktion

Ein glückliches Paar: Harald V. und seine Frau Sonja im Jahr 1970. © Brown/INTERFOTO

Trondheim – Fast 58 Jahre waren König Harald und seine Sonja verheiratet. Einen Tag vor ihrem Hochzeitstag ist der Monarch nun gestorben. Beide verbindet eine außergewöhnliche Liebesgeschichte. Mit 22 Jahren löste der junge Kronprinz Harald einen Skandal aus, der fast ein Jahrzehnt andauern sollte: Er verliebte sich in die Kaufmannstochter Sonja Haraldsen, eine Bürgerliche.

Sein Vater, König Olav, war strikt gegen die Beziehung. Das Verhältnis musste geheim gehalten werden, auch wenn die Presse hemmungslos spekulierte. „Ich tat ja etwas Gesetzeswidriges, in Anführungsstrichen“, sagte Harald rückblickend. „Deshalb haben mein Vater und ich nie darüber gesprochen. Sehr merkwürdig.“ Neun Jahre ging das so. Erst als Harald seinem Vater drohte – entweder heirate er Sonja oder er bleibe ledig, gab der konservative Olav schließlich nach. Am 19. März 1968 wurde die Verlobung bekannt gegeben, nachdem die politischen Instanzen ihre Zustimmung gegeben hatten. Am 29. August heiratete das Paar. Auch wenn nach außen das Glück perfekt schien, hatten Harald und Sonja auch große Probleme zu überwinden.

Anfang der 1980er Jahre soll das Paar kurz vor der Scheidung gestanden haben. Eine Eheberatung rettet die Beziehung. „Die Ehe und die Familie waren es mir wert, darum zu kämpfen“, erklärte der König später. Sicher auch aufgrund dieser Erfahrungen war das Königspaar gegenüber der Partnerwahl der eigenen Kinder tolerant – als Kronprinz Haakon die „Party-Prinzessin“ Mette-Marit heiraten wollte und Prinzessin Märtha Louise sich in den Schamanen Durek Verrett verliebte. Herausforderungen hatte König Harald in Bezug auf seine Familie viele zu meistern – etwa in Bezug auf die enge Freundschaft, die Mette-Marit zu dem Sexualverbrecher Jeffrey Epstein gepflegt haben soll. Und die Verurteilung von Mettes Sohn Marius zu vier Jahren Haft wegen zweier Vergewaltigungen.

All diese Probleme führten den Norwegern vor Augen, dass auch die Mitglieder der Königsfamilie nur Menschen sind. „Kern des Menschseins ist die Tatsache, dass niemandem von uns Schmerzen und Widrigkeiten erspart bleiben“, sagte Harald V. 2025 in seiner Neujahrsansprache.

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