Im südspanischen Málaga konnte der gesuchte Drogenboss geschnappt werden. © Polizei
Málaga – Der Drogenhändler, den die spanische Polizei in Málaga festgenommen hat, soll ein 38-jähriger Mann aus Pakistan sein (wir berichteten). Es handelt sich um einen seit Jahren von Deutschland gesuchten Kopf einer Bande. Sie soll große Mengen Drogen nach Deutschland geschmuggelt haben.
Der Mann, gegen den ein europäischer Haftbefehl Deutschlands wegen Drogenhandels und organisierter Kriminalität vorgelegen habe, sei in Zusammenarbeit mit Beamten des Bundeskriminalamtes (BKA) aufgespürt worden. Zu seiner Identität wurde offiziell nichts mitgeteilt. Auch welche Staatsanwaltschaft in Deutschland zuständig ist, wurde nicht mitgeteilt. Die Ermittlungen hätten 2025 begonnen, als Hinweise eingingen, dass sich der Flüchtige möglicherweise in Spanien aufhalte. Dort habe er zuvor gelebt und die von ihm geführte kriminelle Organisation habe dort auch über ein Lagerhaus verfügt, in dem die Drogen auf Lastwagen verladen worden seien, die über Frankreich nach Deutschland transportiert worden seien.
Um der Justiz zu entgehen, habe der Drogenboss extreme Sicherheitsvorkehrungen getroffen. So habe er alle zwei Wochen seine Telefonnummer und alle drei Monate seine Identität geändert. Zudem habe er in der Türkei einen Cybersicherheitskurs absolviert, der ihn in Methoden geschult habe, mit denen er seine Ortung über Betriebssysteme, Geräte und soziale Medien habe verhindern können. Die Ermittlungen hätten die Fahnder zunächst auf die Spur zum Bruder des Flüchtigen gebracht. Nach mehrtägiger Observation und Verfolgung in verschiedenen spanischen Provinzen habe der Mann dann in Málaga als Beifahrer im Auto des Bruders lokalisiert und am 24. August festgenommen werden können.