Fabian-Prozess: Streit über Zeugenaussagen

von Redaktion

Rostock – Im Prozess um den gewaltsamen Tod des kleinen Fabian aus Güstrow haben mehrere Kinder ausgesagt, den Jungen am Tag seines Todes zur mutmaßlichen Tatzeit oder später gesehen zu haben. Zwei Mitschüler erklärten bei der Befragung, sie hätten Fabian auf der anderen Straßenseite gesehen, nachdem sie aus der Schule kamen. Sie hätten sich auch kurz gegrüßt. „Er hat auch zurück ‚Hallo‘ gesagt“, erinnerte sich einer der Jungen.

Das Treffen, so erinnerte sich der erste Zeuge, soll demnach zwischen 13.30 Uhr und 14 Uhr stattgefunden haben. Übereinstimmend berichteten beide, dass Fabian mit dem Fahrrad unterwegs gewesen sei. Einer der Zehnjährigen meinte sich zu erinnern, dass Fabian Pullover und Jogginghose trug.

Die Aussagen der beiden stehen im Widerspruch zur Darstellung der Staatsanwaltschaft zum Tathergang, wonach Fabian zu dem Zeitpunkt schon tot war. Die Anklage verdächtigt eine 30-jährige Frau aus dem näheren Familienumkreis der Tat. Demnach lockte sie den achtjährigen Fabian, den seine Mutter an dem Tag wegen Unwohlseins nicht zur Schule geschickt hatte, am 10. Oktober 2025 aus seiner Wohnung in Güstrow. Sie habe ihn dann an einen Tümpel gebracht und erstochen. Die Angeklagte streitet dies ab.

Unklar bleibt, wie zuverlässig die Aussagen der beiden Zehnjährigen sind. Einer der beiden konnte nicht mit Gewissheit sagen, ob das Treffen am Tag der Ermordung oder einen Tag früher stattgefunden hat.

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