München/Burghausen – Die Wacker Chemie AG hat im zweiten Quartal des Jahres den Umsatz gegenüber dem nach der Entkonsolidierung von Siltronic angepassten Wert des Vorjahres leicht ausgebaut und das EBITDA im Vergleich zum ersten Quartal deutlich gesteigert. Im Berichtsquartal erwirtschaftete der Münchner Chemiekonzern, der in Burghausen ein großes Werk betreibt, Umsatzerlöse in Höhe von 1,2 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von rund zwei Prozent und entspricht dem Niveau des Vorquartals. Die im Jahresvergleich insgesamt spürbar höheren Absatzmengen bei Siliconen und Polymerprodukten sind ein wesentlicher Grund für den Anstieg gegenüber dem zweiten Quartal 2016, teilt das Unternehmen mit. Positive Währungseffekte hätten die Umsatzentwicklung ebenfalls begünstigt. Die gegenüber dem Vorjahresquartal in der Summe etwas niedrigeren Preise habe Wacker dadurch mehr als ausgleichen können.
Der Betrieb hat im zweiten Quartal ein EBITDA von 253,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Das sind rund vier Prozent weniger als im Vorjahr, aber knapp elf Prozent mehr als im Vorquartal. Maßgeblich für den Rückgang im Jahresvergleich waren laut Wacker unter anderem höhere Rohstoffpreise. Dagegen habe die hohe Auslastung der Produktionsanlagen die Ergebnisentwicklung im Berichtsquartal begünstigt. Für die Monate April bis Juni ergibt sich im Konzern eine EBITDA-Marge von 20,8 Prozent. Im Vorquartal hatte sie 18,8 Prozent betragen. Das Konzernergebnis von Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt 101,9 Millionen Euro (Q2 2016: 104,5 Millionen). Das entspricht einer EBIT-Marge von 8,4 Prozent. Das Periodenergebnis des Berichtsquartals beläuft sich auf 60,5 Millionen Euro (Q2 2016: 58,9 Millionen), das Ergebnis je Aktie beträgt 1,17 Euro (Q2 2016: 1,15 ).
Die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2017 hat Wacker angehoben. Das EBITDA wird nun zwischen 900 und 935 Millionen Euro er-wartet. Der Grund für die Anhebung ist laut Unternehmen neben dem gut laufenden Chemiegeschäft, dass das Beteiligungsergebnis der Siltronic AG berücksichtigt wird und dieses voraussichtlich besser ausfällt als bislang erwartet. Der Konzernumsatz soll gegenüber dem Vorjahr unverändert um einen mittleren einstelligen Prozentsatz wachsen.
„Nach den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres sind wir weiter auf einem guten Weg, um unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen“, so Konzernchef Rudolf Staudigl. „Besonders bei Siliconen, aber auch bei unseren Polymerprodukten, ist die Nachfrage anhaltend hoch.“ Der Fokus der Investitionstätigkeit liege weiterhin auf dem Ausbau der Kapazitäten für fertige Produkte im Chemiegeschäft, das für drei Viertel des Konzernumsatzes stehe.
Die Zahl der Beschäftigten ist leicht gewachsen. Zum Stichtag 30. Juni waren im Konzern 13689 Mitarbeiter tätig. An den Standorten in Deutschland arbeiteten 9887 Beschäftigte. re