Burghausen – Die Wacker Polysilicon stellt Polysilicium für die Halbleiter- und Fotovoltaikindustrie her. Im zweiten Quartal hat der Geschäftsbereich des Wacker-Konzerns einen Gesamtumsatz von 246,7 Millionen Euro erzielt. Das sind neun Prozent weniger als im Vorjahr und acht Prozent weniger als im Vorquartal. Ausschlaggebend für den Rückgang waren laut Unternehmen die im Jahres- und Quartalsvergleich niedrigeren Preise für Polysilicium. Die Absatzmengen seien im Verlauf des Berichtsquartals spürbar gewachsen. Das EBITDA von Wacker Polysilicon belief sich auf 71,3 Millionen Euro – ein Minus von acht Prozent. Es entspricht jedoch dem Niveau des Vorquartals. Laut Wacker haben mehrere Faktoren die Entwicklung des EBITDA im Jahresvergleich in unterschiedlicher Weise beeinflusst. Neben den niedrigeren Preisen für Polysilicium spielten hier die im Vorjahr angefallenen Sondererträge aus einbehaltenen Anzahlungen und Schadenersatzleistungen von Solarkunden, die Kostenentwicklung einschließlich der Inbetriebnahme des Standortes Charleston sowie Produktmixeffekte eine Rolle. Im Vergleich zum Vorquartal konnte der Geschäftsbereich die rückläufigen Preise durch Kostensenkungen mithilfe von Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität und durch technische Verbesserungen ausgleichen. Die EBITDA-Marge des Geschäftsbereichs betrug im Berichtsquartal 28,9 Prozent, nach 28,5 Prozent im zweiten Quartal 2016. re