Töging – „Neue Entwicklungen spielen für uns und unsere Kunden eine wichtige Rolle“, sagte Martin Stadler, Geschäftsführer von Viscotec Pumpen- und Dosiertechnik, jetzt anlässlich der Einweihung des Customer & Innovation Center (CIC) – zu deutsch Kunden- und Innovationszentrums. Gleichzeitig beging das Unternehmen aus Töging im Kreis Altötting, das sich auf das Abfüllen und Dosieren zähflüssiger Stoffe für unterschiedlichste Branchen spezialisiert hat, sein 20-jähriges Jubiläum.
Stadler erläuterte in seiner Festrede, dass im CIC unter anderem Kunden Innovationen und Versuche demonstriert werden können. Gleichzeitig biete es Raum für „weiteres Wachstum“. In nächster Zeit werde die Belegschaft um etwa 60 Mitarbeiter wachsen. Im Gebäude befinden sich auch zusätzliche Büros sowie eine weitere Montagehalle.
Der zweite Geschäftsführer, Georg Senftl, machte deutlich, wie sich Viscotec entwickelt hat: 1997 sei man mit zwölf Mitarbeitern gestartet, aktuell sind es rund 170 weltweit, davon 150 in Töging. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei über 20 Millionen Euro. Nach Angaben des Unternehmens auf seiner Website haben sich sowohl der Umsatz als auch die Zahl der Mitarbeiter in den vergangen fünf Jahren mehr als verdoppelt. Neben dem Hauptstandort in Töging gibt es Standorte unter anderem in den USA, China, Singapur und Indien.
Viscotec bot Führungen durch das Kunden- und Innovationszentrum an. Darin ist unter anderem ein Innovationslabor untergebracht, in dem Mitarbeiter-Teams mögliche Neuerungen entwickeln und darüber beraten. Die Pumpen, die das Töginger Unternehmen entwickelt und herstellt, arbeiten hochpräzise, bezogen auf Mengen, die vielfach kleiner sind als ein Stecknadelkopf.
Die Kunden kommen unter anderem aus der Pharma- und Lebensmittelbranche, aber auch Automotive, Luft- und Raumfahrt sowie Medizintechnik. „Das, was wir gemacht haben, hat sehr oft noch keiner gemacht“, beschrieb Geschäftsführer Martin Stadler die Herangehensweise von Viscotec während einer der Führungen. Kunden bekommen von dem Töginger Unternehmen komplette Lösungen, maßgeschneidert und neu, für die Arbeit mit viskosen Stoffen – portionieren, dosieren oder weiterverarbeiten.
Die Kunden wollten sehen, ob Entwicklungen funktionierten, erläuterte Martin Stadler. Im Kunden- und Innovationszentrum gibt es deshalb Technikräume, in denen Versuche aufgebaut und demonstriert werden können. Nebenan befinden sich Meetingräume für Besprechungen.
Um verschiedenen Bedürfnissen der Kunden aus den vielen Branchen nachkommen zu können, gibt es unterschiedlich ausgestattete Technikräume. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) gibt an, dass von den forschenden Firmen der Branche im Jahr 2013 rund 3,7 Prozent ihres Umsatzes für Forschung und Entwicklung ausgaben. Viscotec gab gegenüber den OVB-Heimatzeitungen an, über diesem VDMA-Durchschnittswert zu liegen.
Rund vier Millionen Euro investiert
Anlässlich der Einweihung des neuen Gebäudeteils, für den das Unternehmen rund vier Millionen Euro investiert hat, sowie des Jubiläums bei Viscotec gab es zahlreiche Grußworte. Ludwig Resch, Gesellschafter von Viscotec, sagte, die Entwicklung des Unternehmens mache ihm Freude. Er sehe dies als Gemeinschaftsleistung der Mitarbeiter.
Aus der Politik gratulierten Vertreter aus Bundes- und Landtag, des Landkreises, der Stadt Töging sowie Geschäftspartner aus Korea. Das neue Gebäude wurde zudem vom katholischen und vom evangelischen Pfarrer Tögings gesegnet.