Rosenheim – Abbau von staatlicher Bürokratie und Regulierungen stellen die bedeutsamste wirtschaftliche Problemstellung für die neue Bundesregierung dar, wie das aktuell veröffentlichte Rosenheimer Wirtschaftsbarometer zeigt.
Dessen jüngst veröffentlichten Ergebnisse waren sowohl in Bezug auf die Lageeinschätzungen, wie auch für die Erwartungen leicht rückläufig. Der Saldo aus positiven und negativen Bewertungen der aktuellen Geschäftslage erreichte aber immer noch sehr gute + 46,0.
Für Deutschland insgesamt ermittelte das ifo Institut einen Saldo von + 37. Während dieser zum Vormonat unverändert blieb, schwächte sich der Wert für Rosenheim um gut elf Punkte ein.
Geschäftserwartungen in Rosenheim etwas verhaltener
Auch zum Vorjahr verzeichnet Rosenheim einen kleinen Rückgang (- 4,6). Der vergleichbare Wert des ifo Institutes verbesserte sich dagegen sehr (+ 22), er liegt jedoch unverändert unter dem von Rosenheim. Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate waren zum zweiten Mal in Folge verhaltener. Dieser Saldo erreichte für Rosenheim nur leicht positive + 6,1, nach + 8,1 im Vormonat. Zum Vorjahresmonat stellt dies aber eine leichte Verbesserung dar. Auch der Saldo für Deutschland reduzierte sich auf + 5,7, nachdem er im Vormonat noch + 10 betragen hatte. Im Vorjahresmonat erwarteten die Teilnehmer per Saldo allerdings noch eine leicht negative Entwicklung (- 4,8). Beide Umfragen wurden vor der Bundestagswahl durchgeführt. In der aktuellen Frage des Monats wurden die teilnehmenden Unternehmen, dieser monatlichen Umfrage der Fakultät für Betriebswirtschaft an der Hochschule Rosenheim, gefragt, welcher wirtschaftlichen Problemstellung sich eine zukünftige Bundesregierung verstärkt zuwenden sollte.
Mit 84 Prozent wurde der Abbau staatlicher Bürokratie, von Regulierungen und Vorschriften genannt. Mit 68 Prozent folgt die Vereinfachung des Steuersystems und mit 55 Prozent ein verbessertes Bildungssystem, um den Fachkräftemangel zu beheben. Mehr als jedes zweite Unternehmen sieht auch die Erhöhung der Investitionen in Infrastruktur als wichtige Problemstellung.re