Arbeitsmarkt

Frauen holen auf, doch Statistik trügt

von Redaktion

Landkreis – Bundesweit sind immer mehr Frauen berufstätig. Ihre Beschäftigungsquote hat sich in den vergangenen 15 Jahren um 9,2 Prozent auf 53,7 Prozent gesteigert. Im Kreis Rosenheim waren zuletzt 55,7 Prozent der Frauen im erwerbsfähigen Alter in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis.

Im Jahr 2000 lag der Anteil noch bei 44,9 Prozent. Damit landet der Kreis Rosenheim deutschlandweit auf Platz 157 unter 402 ausgewerteten Städten, Kreisen und Stadtstaaten, was die Beschäftigungsquote von Frauen betrifft.

Die jüngsten, verfügbaren Zahlen stammen von 2015 und erfassen sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Sie berücksichtigen jedoch nicht die Selbstständigen, Beamten oder Minijobber, also all jene, die nicht der Versicherungs- und Beitragspflicht unterliegen.

Für die Männerseite weist die Statistik im Landkreis eine Beschäftigungsquote von 59,6 Prozent aus; deutschlandweit erreichte sie rund 60,8 Prozent. Insgesamt verringerte sich die Differenz der Frauen- und der Männerquote in den zurückliegenden 15 Jahren um 3,8 Prozent. Bundesweit schrumpfte der Abstand um 2,8 Prozent.

Mehr erwerbstätige Frauen in Deutschland: Das klingt gut, hat aber, wenn man genauer hinsieht, einen Haken. Denn laut OECD-Studie tragen deutsche Frauen so wenig zum Haushaltseinkommen bei wie in keinem anderen europäischen OECD-Land (2015).zds/sus

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