Mühldorf – Zeichnet sich für den insolventen Maschinenbauer MBM (wir berichteten) eine neue Perspektive ab? Wie die OVB-Heimatzeitungen aus sicherer Quelle erfahren haben, zeigt sich die Ammatec GmbH aus Ampfing „sehr interessiert“ an MBM. Auch aus Mühldorf kommen positive Signale, was eine mögliche Übernahme betrifft: „Ja, es gibt derzeit intensive Gespräche“, bestätigt Florian Wagner, Leiter der Technik bei MBM. Mehr könne man zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, um die laufenden Verhandlungen nicht zu gefährden. Man sei jedoch zuversichtlich gestimmt. Seit die Insolvenz des Mühldorfer Unternehmens mit einst 170 Mitarbeitern Ende des Jahres 2016 bekannt gegeben wurde, musste die verbleibende Belegschaft um die Weiterexistenz ihres Betriebs zittern. Personell schon um rund 90 Mitarbeiter geschrumpft, hatte man Mitte 2017 noch auf die Übernahme durch die Fidelitas Industrieholding GmbH gesetzt. Kurz vor Vertragsunterzeichnung war das Vorhaben am Widerstand der Banken gescheitert. Sogar einen Investor für ein neues Betriebsgelände in Mühldorf hätte der damalige Kaufinteressent im Gepäck gehabt.
Was passiert mit Mitarbeitern?
Der Interessent zog daraufhin sein Kaufangebot spät im Prozess zurück. Für beide Seiten ein jähes Ende, das für große Enttäuschung sorgte. Auch die Politik hatte sich noch für MBM eingesetzt. Momentan arbeiten noch 60 Mitarbeiter bei MBM, die nach Informationen unserer Zeitung jedoch zum 31. Dezember dieses Jahres gekündigt sind. Laut MBM hat der damalige Geschäftsführer, Mario Gehlmann, das Unternehmen inzwischen verlassen. Dies habe aber mit der momentanen Situation nichts zu tun. Im Sommer hatte der Maschinenbauer noch angekündigt, den Auftragsbestand bis zum September ausproduzieren zu wollen. sen