Adelholzener

Erfolgreich gegen den Trend

von Redaktion

Bald 580 Millionen Füllungen – neue, volldigitalisierte PET-Mehrweganlage

Symbolischer Startschuss für den Betrieb der neuen PET-Mehrweganlage (v.l.): Adelholzener-Geschäftsführer Stefan Hoechter, Landrat Siegfried Walch, Friedrich Kardinal Wetter, Generaloberin Schwester Rosa Maria Dick sowie Geschäftsführer Stefan Hoechter. Fotos : eff

Siegsdorf – Dank guter Absatzzahlen und einer neuen Brunnenbohrung in Bergen stehen bei den Adelholzener Alpenquellen in Siegsdorf die Zeichen weiter auf dynamisches Wachstum: Rund 40 Millionen Euro investiert Bayerns größter Mineralbrunnen in diesem und nächstem Jahr in ein neues Werkskonzept und in die Erweiterung der Produktions- und Logistikbereiche. Im Rahmen der Einweihungsfeier für die volldigitalisierte, neue PET-Mehrweganlage mit Kardinal Friedrich Wetter und weiteren prominenten Gästen stellte Geschäftsführer Stefan Hoechter die Innovationsstrategie bis 2020 vor. Wie Hoechter hervorhob, soll im kommenden Jahr mit angepeilten 580 Millionen Füllungen eine neue Bestmarke erreicht werden. Und das in einem stagnierenden Marktsegment. Vor 20 Jahren lag die Zahl noch bei 300 Millionen Füllungen im Jahr. Aufgegangen sei dabei die langfristig angelegte Strategie, mit unterschiedlichen Gebindegrößen verschiedene Zielgruppen zu erreichen.

Trotz vor Jahren gegenläufiger Trends habe der Siegsdorfer Mineralbrunnen am Glas als wertigstem Verpackungsmaterial festgehalten. Das habe sich bewährt, verzeichne dieser Bereich doch inzwischen die steilsten Zuwächse und habe Adelholzener die Marktführerschaft in diesem Bereich beschert. Zielstrebig ausgebaut worden ist seit 2011 auch der Direktvertrieb in anderen Bundesländern. Ein nach wie vor starkes Zugpferd seien die 2001 eingeführten und inzwischen in 30 Ländern gefragten Active O2-Getränke.

Mit rund 350 Millionen Abfüllungen macht der stark nachgefragte Bereich PET bei dem Siegsdorfer Mineralbrunnen inzwischen den Löwenanteil aus. Die neue, rund 15 Millionen Euro teure PET-Mehrweganlage mit einer Leistung von 35000 Flaschen pro Stunde ist Teil eines mehrstufigen Ausbauprogramms, das die starke Marktstellung des Unternehmens langfristig sichern soll. Details dazu erläuterte Werksleiter Christian Stephan. Mit einer Grundfläche von 3000 Quadratmetern ist sie die größte von insgesamt sieben Abfüllanlagen der Adelholzener Alpenquellen. Da sich der Aufwand für Gebinde- und Sortenwechsel auf ein Minimum reduziert, verbessert die vollautomatisierte Anlage die Effizienz und sichert die nötige Produktflexibilität.

Ergänzend zu der neuen Produktionshalle baut Adelholzener für 25 Millionen Euro ein neues Hochregallager für PET-Einweg- und Mehrwegflaschen mit 70 Metern Länge und rund 40 Metern Höhe. In dem Gebäude mit elektrischem Hängegleiter wird die Lagerung von bis zu 24000 Paletten vollautomatisiert verwaltet.

Neuer Brunnen soll 2018 in Betrieb gehen

Es soll Anfang 2019 in Betrieb gehen. Entlastung für den Standort bietet bereits jetzt eine neue Vollgut-Lagerhalle im Traunsteiner Stadtteil Haslach. Auf einer Fläche von 4600 Quadratmeter können dort bis zu 14000 Paletten mit Adelholzener Produkten für den Versand vorgehalten werden. Ein weiterer Baustein auf dem Weg zu mehr Effizienz und Prozessoptimierung ist das noch im Bau befindliche neue Logistik- und Werkschutzgebäude auf dem Firmengelände in Bad Adelholzen. Zusammen mit dem neuen Lkw-Standplatz soll es bei der volldigitalisierten Erfassung und Abwicklungen von täglich 220 Lkws am Tag helfen. Damit angesichts neuer Wachstumsziele der Rohstoff Wasser nicht knapp wird, ist derzeit ein 180 Meter tiefer Brunnen nördlich von Bergen in Bau. Er soll 2018 in Betrieb gehen und das Unternehmen mit einer Förderleistung von 200 Kubikmeter Wasser pro Stunde versorgen, wie Werksleiter Christian Stephan erläuterte. eff

Artikel 3 von 6