e-commerce

Klickst du noch oder kaufst du schon?

von Redaktion

Mühldorfer Einzelhändler gaben Einblick in ihre Online-Lösungen

Mühldorf – Um E-Commerce, also um den elektronischen Handel, ging es jüngst in der Veranstaltungsreihe „Zukunftsforum Handel“ der IHK für München und Oberbayern.

Der oberbayerische Einzelhandel setze zwar auf Digitalisierung, im bayernweiten Vergleich bestehe jedoch Aufholbedarf, so Herbert Prost, Leiter der IHK-Geschäftsstelle Mühldorf. Dieses Stimmungsbild zeichne die erste „IHK-ibi-Handelsstudie“, eine Umfrage unter oberbayerischen Einzelhändlern, die über den Einfluss der Digitalisierung auf den Handel befragt wurden. Dies sei ein Forschungsprojekt der deutschen Industrie- und Handelskammern und ibi research an der Universität Regensburg. „Zwar gaben 90 Prozent der Teilnehmer der Umfrage an, dass digitale Innovationen das Einkaufsverhalten der Kunden verändern und damit ein Umdenken erforderlich machen. Gleichzeitig verfügen aber nur 22 Prozent über einen eigenen Online-Shop und nur elf Prozent der oberbayerischen Händler haben ein eigenes Budget für weitere Digitalisierungsmaßnahmen vorgesehen. Die meisten hält laut der Studie der Zeit- und der Investitionsaufwand von Digitalisierungsmaßnahmen ab“, so Prost.

Laut Michael Seidl von der Münchner Cima GmbH, würden die wenigsten Händler Gewinn mit dem Webshop machen und Multichannel-Vertrieb sei noch lange kein Allheilmittel. Die Chancen liegen darin, den Konsumenten über die online- und mobile Präsenz in das Ladengeschäft zu holen und dort zu halten. Die Altöttinger Händler haben mit dem Altötting-Shop ein gemeinsames virtuelles Kaufhaus der Stadt realisiert, führte Hans Baumgartner vom örtlichen Wirtschaftsverband aus. Die Ladeninhaber müssten ihre Produkte jedoch auch im Shop aktiv präsentieren oder Angebote einstellen und diese verlinken. Einen Erfahrungsbericht gab Michael Scherr aus Mühldorf. Er hat das junge, von ihm gegründete Unternehmen von Anfang an „zweigleisig“ aufgestellt und schreibt den Erfolg, mit mittlerweile weltweiten Aufträgen, seiner professionellen Internetpräsenz zu.

Jeden Tag wird am Online-Auftritt

gearbeitet

Neben dem Webshop, der Seriosität und Vertrauen vermittelt, bedeutet für Scherr insbesondere das SEO-Marketing ordentlich finanziellen oder personellen Aufwand. Ohne Marketing könne man sich einen Shop „allerdings sparen“. In seinem Geschäft wird jeden Tag am Online-Auftritt gearbeitet. Das habe er teuer lernen müssen und empfiehlt deshalb seinen Händlerkollegen, Beratung zu E-Commerce und entsprechenden Förderprogrammen zu nutzen und spezialisierte Partner und Agenturen einzubinden. „Man muss die eigenen Grenzen erkennen und lieber nicht alles selber machen“, so Scherr. re

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