Rosenheim – Bernhard Holaubek, Leiter des Masterstudiengangs Informatik, Hochschule Rosenheim, berät in seiner Gründer-Sprechstunde Studenten, die eine Start-up-Idee haben.
Wer kommt in die Gründer-Sprechstunde ?
Viele haben bei einem Gründerwettbewerb mitgemacht, sind ein paar Schritte weit gekommen und brauchen fachliches Know-how. Manche begleiten wir intensiv auf ihrem Weg.
Die „Erfolgsbilanz“?
Etwa zwei von drei Rosenheimer IT-Firmen haben einen Bezug zur Hochschule oder waren hier selbst Studenten. Ein Beispiel ist InnFactory, die während ihres Masterstudiums gegründet haben.
Müsste man Studenten nicht eher raten, sich erst mal einen sicheren Job zu suchen?
Mit der festen Stelle kommt die Bequemlichkeit, die nicht gerade beflügelt. Das Risiko bei technologischen Gründungen ist oft überschaubar. Man muss halt aushalten, sich einige Zeit überwiegend von Kartoffeln zu ernähren.
… während die Eltern jammern, aus dem Kind wird nichts?
… spätestens, wenn sie in den Swimmingpool ihres Kindes springen können, ist das Thema vom Tisch. Die IT bringt viele erfolgreiche Gründer hervor.
Und wenn der Jungunternehmer scheitert?
Dann hat er eine Menge praktischer Erfahrungen, Kontakte und Wissen, was sich positiv auf den Lebenslauf auswirkt. Wir hatten mal ein Start-up, das sich nicht am Markt durchsetzen konnte. Sie mussten aufgeben, aber wurden später Geschäftsführer von Unternehmen, die heute sehr erfolgreich sind.
Interview: Elisabeth Sennhenn