Beaujolais-Empfang in Kolbermoor

„Als Unternehmer Raum für Leben und Wirtschaft erhalten“

von Redaktion

Wirtschaftsforum Mangfalltal zeichnete Auszubildende aus – Textilservice Stangelmayer gewürdigt

Kolbermoor – Das Wirtschaftsforum Mangfalltal e.V. hatte zum Beaujolais-Empfang ins Rathaus der Stadt Kolbermoor eingeladen und an die 130 Gäste kamen. Roland Bräger, Erster Vorsitzender des Wirtschaftsforums, begrüßte gemeinsam mit seinem Stellvertreter Max Regensburger die Vertreter aus Wirtschaft, Gesellschaft und Kommunalpolitik. So waren beispielsweise die Bürgermeister der Mangfalltal-Kommunen gekommen sowie zahlreiche Unternehmer der Region. Viele von ihnen sind Mitglieder des Forums, was aber kein „Muss“ für die Teilnahme an diesem Abend war. Bräger freute sich über das rege Interesse an der Veranstaltung: „Das unterstreicht die Bedeutung des westlichen Landkreises und zeigt, wo wir mit unserer Initiative stehen.“ Für den Abend hatten sich Vorstand und Beirat etwas Besonderes einfallen lassen: Einen Wirtschaftspreis für ein Mangfalltaler Unternehmen hatten sie dabei sowie je einen Förderpreis für Auszubildende der Mangfalltalregion, die herausragende Leistungen bewiesen hatten. „Damit meinen wir nicht nur die Note der Abschlussprüfungen“, betonte Bräger, „sondern auch ein spezielles Engagement und die Berufswahl der Auszubildenden selbst.“

Zugleich sollten die Auszeichnungen für die jungen Erwachsenen ein Zeichen des Danks an die ausbildenden Unternehmen sein: „Ohne sie wäre diese Arbeit nicht möglich.“ Moderator Christian Poitsch, der durchs Programm führte, verlas die Prämierten, die von Bräger und Regensburger Urkunden überreicht bekamen. Geehrt wurden Katharina Atzl, Ausbildung zur Steuerfachangestellten bei der Kanzlei Haubner, Schäfer und Partner, Bad Aibling; Florian Gaßner, Ausbildung zum Anlagenmechaniker SHK bei der Gerhard Hardrath GmbH in Bruckmühl; Stefan Klotz, Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gerätetechnik bei Ibeko Solar in Kolbermoor; Marion Kügler, Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Volksbank-Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG in Kolbermoor; Monika Niedermaier, Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Bad Aibling; Stefan Schober, Ausbildung zum Maurer bei der Schoner Bauunternehmung in Wertach; Marina Steingraber, Kauffrau für Groß- und Außenhandel bei der Eder GmbH in Tuntenhausen.

Unternehmer, die über den Tellerrand blicken

Kolbermoors Bürgermeister Peter Kloo übernahm schließlich die Ehrung des Wirtschaftspreisträgers 2017. Nominiert seien Unternehmer gewesen, so Kloo, die nicht nur die Mangfalltalregion stärkten, sondern auch solche, die „über den Tellerrand hinausblicken“ und die bereit seien, mit innovativen Ideen das eigene Wachstum und das ihrer Kommunen voranzubringen. „Wir brauchen diese Unternehmer, die durch nachhaltiges Handeln den Lebensraum der Menschen in der Region erhalten und den Wirtschaftsraum unterstützen.“

Unternehmer dieses Charakters seien auch bereit, ergänzte Kloo, ihren Gemeinden als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen und dieser mit ihrem Engagement selbst in schwierigen Zeiten beizustehen.

Den Wirtschaftspreis des Forums durften die Brüder Arnulf und Gerhard Stangelmayer entgegennehmen. Sie führen das Kolbermoorer Familienunternehmen Textilservice Stangelmayer GmbH an, welches mit insgesamt 450 Beschäftigten Dienstleistungen rund um Mietberufskleidung, Mietfußmatten und Mietwäsche anbietet.

Als Erstes bei den Eltern bedankt

1965 gegründet, wird das Unternehmen heute in zweiter Generation betrieben und konnte sich im Lauf der Jahre über ein stetiges Wachstum freuen.

Kloo hob in seiner Laudatio hervor, dass die Stangelmayer GmbH mit ihrer familiären und freundlichen Firmenkultur das Motto „wir dienen den Kunden und unseren Mitarbeitern“ lebe. So beschäftige der Textilservice Mitarbeiter aus 30 Nationen, bilde laufend aus und böte seiner Belegschaft zahlreiche, freiwillige soziale Leistungen. Rund 35 Tonnen bearbeitete Textilien täglich allein in Kolbermoor und damit Berufsbekleidung für etwa 37500 Menschen – das spräche für sich. Gerhard Stangelmayer bedankte sich als Erstes bei seinen Eltern Elfriede und Arnulf Stangelmayer, welche ihren Kindern das „Unternehmertum in die Wiege gelegt“ und ihnen den Betrieb einst „vorbildlich“ übergeben hätten. Sein Dank galt auch den Ehefrauen und den Mitarbeitern und Führungskräften, „ohne die wir nicht das erreicht hätten, was wir heute sind“. sen

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