Rosenheim/Mühldorf – Der Handelsverband Bayern (HBE) rechnet damit, dass die Händler im Weihnachtsgeschäft 14,1 Milliarden Euro umsetzen werden. Dies wäre im Vergleich zu 2016 eine Steigerung um drei Prozent und ein Rekordergebnis.
Wie steht es ums Weihnachtsgeschäft in der Region? Für Rosenheim schätzt der HBE einen Umsatz von etwa 220 Millionen Euro, wie Verbandssprecher Bernd Ohlmann gegenüber den OVB-Heimatzeitungen mitteilte. „Nicht verwechseln darf man das Weihnachtsgeschäft mit den reinen Geschenkeinkäufen“, erklärt Ohlmann. „Insgesamt wird bei dieser Umsatzzahl mit eingerechnet, was die Menschen im November und Dezember im Zusammenhang mit Weihnachten kaufen, also auch zum Beispiel Lebensmittel, Dekorationsartikel, Winterkleidung, Christbäume.“
Von der Winterkleidung hänge im Übrigen viel ab, besser gesagt, ob die Kunden witterungsbedingt überhaupt einen Bedarf an Winter- sowie Wintersportbekleidung verspürten: „Schlechte Winter mit zu milden Temperaturen um Weihnachten herum bedeutet für die im Raum Rosenheim doch recht zahlreichen Sport- und Textilgeschäfte eine Katastrophe und drücken den Umsatz.“ In den letzten Jahren sei das der Fall gewesen. „Ein richtiger Winter bringt dagegen Schwung ins Geschäft.“ Etwa zehn Prozent des Rosenheimer Weihnachtsumsatzes machen die Händler übrigens online mit etwa 22 Millionen Euro. Damit sind nicht etwa Käufe bei Amazon & Co. gemeint, so Ohlmann, sondern Käufe über die Onlineshops der regionalen Händler.
Im Landkreis Mühldorf, schätzt der HBE, geben die Kunden rund 110 Millionen Euro in den beiden Monaten vor Weihnachten aus. Etwa zehn Millionen Euro davon im Internet der Anbieter vor Ort. „Das ist ebenso ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr.“ sen