Burghausen – Unternehmen des Chemieparks Gendorf in Burgkirchen waren kürzlich von Serviceproblemen bei der Deutsche-Bahn-Tichter DB Cargo betroffen, wordurch wichtige Rohstofflieferungen stark verzögert am Standort ankamen. Allerdings habe sich die Lage nach einem Gespräch mit DB Cargo wieder entspannt, wie InfraServ Gendorf, der Betreiber des Gendorfer Chemieparks, mitteilt. Größere Folgen für den Chemiepark seien durch die schnelle Reaktion bei der DB Cargo ausgeblieben.
Anderes vermeldet der Mühldorfer SPD-Heimatabgeordnete Günther Knoblauch: Von den Firmen im Bayerischen Chemiedreieck seien in den vergangenen Wochen Klagen an ihn herangetragen worden, dass die Zulieferung mit notwendigen Rohmaterialien nur noch unzuverlässig erfolge. Es bestünden erhebliche Probleme, zeitgerecht entsprechende Mengen an Rohstoffen geliefert zu bekommen. Teilweise würden derzeit wegen des Kapazitätsengpasses auf der Schiene bereits Lkw für die Belieferung eingesetzt. Wie es aus Gewerkschaftskreisen heißt, seien wohl „Strukturveränderungen und Personalabbau“ bei der DB Cargo, die den Güterverkehr abwickelt, schuld an den Verbindungsproblemen.
Die Deutsche Bahn meldet dazu, das Problem schnellstmöglich beheben zu wollen. So soll speziell im Bayerischen Chemiedreieck die Ausbildung von Lokführern verstärkt werden. Im Februar 2018 soll der Ablaufberg in Mühldorf wieder in Betrieb genommen werden, „um mehr Flexibilität in der Abwicklung zu erreichen.“ Dazu Tilo Rosenberger-Süß von der Standortkommunikation der InfraServ: „Das Thema zeigt einmal mehr, wie wichtig eine gut funktionierende Gleisinfrastruktur und ein reibungsloser Bahnservice für den Chemiepark Gendorf im Allgemeinen ist.“re