Handwerk 2018

Peteranderl: Politik muss Weichen stellen

von Redaktion

München/Rosenheim

„2017 war ein sehr erfolgreiches Jahr für das Handwerk“, so Franz Xaver Peteranderl, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, der kürzlich zu einem Besuch in der Rosenheimer Sparkasse anlässlich einer Ausstellungseröffnung der Schneiderinnung war.

„Auch für 2018 sind wir weiter optimistisch, wobei die Stimmung der Handwerksbetriebe in der Region Südostoberbayern noch etwas besser ist als im oberbayerischen Durchschnitt.“ Die wachsenden Einkommen, die ansteigende Beschäftigung sowie die niedrigen Zinsen würden weiterhin ein günstiges Umfeld für Bau und Konsum schaffen.

Beschäftigtenzahl wächst auf 66000

„Die Zulieferer profitieren von der Erholung der Industrieproduktion.“ Unsicher sei aber noch, in welchem Ausmaß die Dieselkrise zu Verwerfungen am Automarkt führe. „Für die Region 18 erwarten unsere Konjunkturexperten im kommenden Jahr erneut einen leichten Anstieg bei den Betriebszahlen im Handwerk auf etwa 16570. Die Beschäftigtenzahl wird um ein Prozent auf rund 66000 anwachsen“, so Peteranderl, „wobei diese Zahl höher sein könnte, da nur noch die Hälfte der Handwerksbetriebe alle Stellen besetzen kann.“

Bei den Umsätzen rechnet die Handwerkskammer mit einem Plus von 3,5 Prozent, das wären dann 8,75 Milliarden Euro. „Auch bei den Lehrlingszahlen sind wir optimistisch: Hier erwarten wir ein leichtes Plus bei den Neuabschlüssen von etwa einem Prozent auf 2200. Darunter werden auch wieder einige Neulehrlinge mit Flüchtlingshintergrund sein.“

2017 hätten 154 einen Lehrvertrag in Handwerksbetrieben der Region unterschrieben, „2018 rechnen wir mit über 200.“

Damit es den Handwerksbetrieben aber weiterhin gut gehe und sie ihre wichtige Rolle in Wirtschaft und Gesellschaft auch künftig wahrnehmen können, bedürfe es der richtigen politischen Weichenstellungen: „Die Politik kann und muss ihren Teil für die Sicherung eines starken deutschen Mittelstands und Handwerks beitragen. Dies sollte sich eine künftige Bundesregierung auf die Fahnen schreiben, egal welche Konstellation sich letztendlich zusammenrauft.“

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