Miesbach – Beim letzten Großviehmarkt des Jahres waren die Stallungen, nach Angaben des Zuchtverbandes Miesbach, mit 170 aufgetriebenen Tieren nochmals gut gefüllt. Als Durchschnitt für die 138 verkauften Jungkühe wurden 1680 Euro errechnet. 18-mal wurde die Marke von 2000 Euro überschritten. Insbesondere die neun Jungkühe der Wertklasse IIa waren sehr gefragt und kosteten im Schnitt 2222 Euro. Ganz an der Spitze stand eine über 700 Kilo schwere Zahnberg-Tochter mit 29,1 Kilo Tagesgemelk und eine 600 Kilo schwere Manton-Tochter mit 37,4 Kilogramm Milch. Die Spitzentiere gingen für 2850 und 2500 Euro in Betriebe in Ostallgäu. Die acht Biokühe kosteten im Mittel, bei 24,4 Kilo Tagesgemelk, 1675 Euro und waren damit genauso teuer wie die aus konventionellen Betrieben stammenden Tiere, die im Schnitt 26,8 Kilo gaben.
Etwas zäher war die Angelegenheit bei den Stieren. Während ein Echt-Sohn für 3500 Euro zur Bayern-Genetik nach Landshut ging, bekamen sechs leichtere und kleinere Stiere Gebote, die von den Besitzern nicht akzeptiert wurden. Die 15 verkauften Natursprungstiere erlösten zwischen 1420 und 2300 Euro, im Schnitt 1850 Euro. Vier Mehrkalbskühe, im Schnitt mit 31 Kilo Milch, brachten ihren Besitzern 1525 Euro ein.
Sehr ungleichmäßig verteilt waren die Käufer: Nur 34 stammten aus dem Verbandsgebiet, 101 aus dem restlichen Bayern, drei aus Norddeutschland und 21 aus Belgien und Holland. Insgesamt wurden 648 Kälber verkauft, davon 516 Stierkälber, 88 Kuhkälber zur Weiternutzung und 44 weibliche Zuchtkälber.
Der nächste Großviehmarkt findet am 17. Januar 2018 statt.