Schienennetze

„Es muss schnell etwas passieren“

von Redaktion

Rosenheim – Oberbayerns Wirtschaft unterstützt den Vorschlag der Staatsregierung, die Elektrifizierung der Eisenbahnnetze weiter voranzutreiben und innovative Antriebstechniken auf die Schiene zu bringen. „Lediglich rund die Hälfte des Schienennetzes im Freistaat ist elektrifiziert, das entspreche nicht dem bayerischen Selbstverständnis eines innovativen Hochtechnologie-Standortes., so IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen.

DIHK-Vorsitzender Georg Dettendorfer aus Nußdorf äußerte sich gegenüber den OVB-Heimatzeitungen dazu:

„Bayern hinkt bei der Elektrifizierung der Schienentrassen sogar noch dem Bund hinterher – deutschlandweit sind rund 60 Prozent der Schienennetze elektrifiziert. Angesichts der aktuellen Debatte rund um Dieselfahrverbote für die Münchner Innenstadt ist es zudem unverständlich, dass Dieselloks weiterhin in die City fahren. Neben der Elektrifizierung mangelt es ebenso an den Kapazitäten. Bestes Beispiel: Das bayerische Chemiedreieck gehört zu den größten Chemiecluster in der Bundesrepublik und hat seit vergangenem Jahr ein eigenes Kombiterminal zum Verladen auf Güterzüge. Selbst dieser wichtige Knotenpunkt ist nur eingleisig und bisher nicht elektrifiziert. Wir sprechen über zwei neue Gleise im Inntal als Zulauf zum Brennerbasistunnel, gleichzeitig müssen viele bayerische Strecken noch immer mit Dieselloks befahren werden. Das passt tatsächlich nicht ins Bild. Es muss also schnell einiges passieren.“

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