Erding/Mühldorf – Um eine bessere Anbindung unter anderem für die Landkreise Mühldorf und Altötting an den Flughafen München ging es am Montag dieser Woche bei einem Treffen der Initiative „Airport-Bahn Südostbayern“ (wir berichteten).
Georg Häckl, Sprecher der Initiative ChemDelta Bavaria, vertrat dabei die Interessen der heimischen Wirtschaft. Er rechnet vor, dass es dabei um acht Standorte von chemischen Betrieben in drei Landkreisen gehe: „Wir erwirtschaften zehn Milliarden Euro und beschäftigen
70000 Mitarbeiter in 25 Unternehmen.“ Er machte beim Treffen deutlich, dass der Güterverkehr aus dem Chemiedreieck zunehmen werde und man dringend den Ausbau der Schienenverbindung und die Elektrifizierung bis in das Chemiedreieck brauche. „Wir haben in den letzten Jahren den Güterverkehr auf der Schiene immer gesteigert, das ist auch unser Ziel in den nächsten Jahren. Wir produzieren 4000 Produkte, das waren allein im Jahr 2016 rund 7,8 Millionen Tonnen“, bilanzierte Häckl. Nach seinen Worten wurde der Güterverkehr auf der Schiene zuletzt um 48 Prozent auf 3,8 Millionen Tonnen gesteigert. „Unser Ziel ist, die Güterzüge aus dem Chemiedreieck bis zum Jahr 2021 auf 85 Prozent zu steigern.“ Die Initiative erhält Unterstützung vom Landkreis Rosenheim sowie von Vertretern aus Wirtschaft und Industrie wie der IHK München-Oberbayern, der Handwerkskammer, ChemDelta, Lufthansa und dem Logistik-Kompetenzzentrum Prien (LKZ). Laut einer IHK-Studie aus 2017 könne durch eine bessere Bahn- und Straßenanbindung Richtung Flughafen die gute Wirtschaftsentwicklung unterstützt werden. Auch die Umwelt könnte von der Elektrifizierung profitieren.re