gewerbe rosenheim

Leichter Zuwachs an Gewerbeanmeldungen

von Redaktion

461 neue Klein- und Nebenerwerbsgründungen in der Stadt

Rosenheim – Gebremster Gründergeist: Bayernweit lagen die Gewerbeanmeldungen im November 2017 weiterhin unter dem Vorjahresniveau. Die Jobchancen sind gut wie nie, der Drang in die berufliche Selbstständigkeit offenbar gering. Regional ist die Gründerlust freilich sehr unterschiedlich ausgeprägt: Für Rosenheim melden die Statistiker aktuell ein Plus an Gewerbeanmeldungen. Von Januar bis Ende November wuchs die Zahl verglichen mit dem Vorjahr um 59 gleich 7,8 Prozent auf 812.

Darin enthalten sind 637 Neuerrichtungen, also Firmen, die es zuvor nicht gab, und in dieser Zahl wiederum stecken 176 Betriebsgründungen, von denen sich Experten besonders viel versprechen, da es sich um Betriebe handelt, die aufgrund ihrer Rechtsform beziehungsweise der Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Von diesen wichtigen Betriebsgründungen gibt es neun weniger als bis dato 2016 zu verzeichnen. Bayernweit gibt es aktuell ein Minus von 1041 Betriebsgründungen.

Großes Potenzial haben ebenso vermeintlich kleine Nebenerwerbsgründungen. Viele ziehen es vor, erst einmal aus einem sicheren Arbeitsverhältnis heraus die Marktchancen ihrer Idee zu prüfen, ehe sie noch einen Schritt weitergehen und ihr eigener Chef werden. Vermutlich steckt auch in den hiesigen 461 neuen Klein- und Nebenerwerbsgründungen die ein oder andere erfolgreiche Überraschung.

Konkret standen im Monat November den 65 Gewerbeanmeldungen (Vorjahr: 73) insgesamt 56 Abmeldungen gegenüber (Vorjahr: 57). Damit haben sich in den ersten elf Monaten 2017 bislang 674 Firmen per Gewerbeabmeldung aus dem Wirtschaftsgeschehen verabschiedet (Vorjahr: 586).

Davon sind 512 als echte Aufgaben eingestuft, davon zählen 126 als Betriebsaufgaben, bei denen auch von größeren Arbeitsplatzverlusten auszugehen ist. Zu- und Fortzüge von Firmen zeigen, wie attraktiv ein Standort erscheint. Demgegenüber haben bis Ende November 96 Betriebe den Wirtschaftsstandort Rosenheim verlassen. Zugezogen sind im selben Zeitraum 86 Betriebe. Bedeutet bis dato im Saldo ein Minus von zehn Gewerbebetrieben. Außerdem stecken in den Abmeldungen noch 66 Betriebe, die an Nachfolger oder Käufer übergeben wurden.

Für Rosenheim gilt das auch, hier liegt der Gründersaldo mit 138 im Plus, die Zahl der Firmen ist also gewachsen.zds/sus

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